Über Des Moines nach Las Vegas: Auch für Svenja Bazlen geht es beim Hy-Vee Triathlon um eine stattliche Siegprämie.

Michael Rauschendorfer / triaphoto.com

70.3 Germany 2013
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Hy-Vee-Triathlon Bazlen, Gómez und Nordén auf Scheck-Jagd

Kurzstrecke | 30. August 2013
Die Preisgelder sind gekürzt, aber immer noch stattlich: Beim Hy-Vee-Triathlon versammelt sich in diesem Jahr erneut die Elite von allen Triathlon-Distanzen zum Kampf um den großen Sieger-Scheck. Auch Svenja Bazlen ist dabei - Jan Frodeno dagegen verzichtet.
Auch wenn fette Schecks auf Diät gesetzt werden, müssen sie deshalb noch lange nicht verhungert wirken. Einen kleinen Aufschrei hatte es in der Profi-Szene gegeben, als der hochdotierte Hy-Vee-Triathlon Anfang April erklärte, seine legendären Preisgelder ab der diesjährigen Saison halbieren zu müssen. "Enttäuscht. Zeit, den Saisonplan noch einmal umzustellen...?", fragte sich beispielsweise die Schwedin und ITU-Weltmeisterin Lisa Nordén auf Twitter. Getan hat sie es aber nicht.

Die Legende lebt weiter

Denn auch mit nunmehr nur noch 100.000 US-Dollar (entspricht ca. 76.000 Euro) Siegprämie ist das Rennen in Des Moines, der Hauptstadt Iowas, noch immer das höchstdotierte Triathlonrennen der Welt - die Siegprämie entspricht immerhin dem Fünffachen dessen, was die Sieger eines World-Triathlon-Series-Rennens bekommen, auf die Nordén bis zum Titelgewinn im vergangenen Jahr noch ihren Fokus gelegt hatte. Die Legende vom Rennen um den großen Scheck bleibt also weiter am Leben - auch mit halbierten Prämien.
Das lässt sich auch in diesem Jahr wieder auch an den Startfeldern ablesen. Und das, obwohl die Profis sich dafür über das 5150-Ranking der World Triathlon Corporation qualifizieren mussten: Greg Bennett (USA), Bevan Docherty (NZL), Hunter Kemper (USA), Stuart Hayes (GBR), die russischen Brüder Ivan und Denis Vasiliev, der Kanadier Brent McMahon - vor allem aktuelle oder ehemalige ITU-Spezialisten sind es, die sich auf der Kurzdistanz, auf der allerdings Draftingverbot herrscht, versuchen zu wollen. "Auch Javier Gómez wird kommen - leider, für uns Normalsterbliche", twitterte Bevan Docherty. Der Galizier hatte das Rennen bereits im vergangenen Jahr gewonnen, will auch in dieser Saison seine Reisekasse noch etwas füllen. Und ist deswegen unmittelbar nach dem WM-Serienrennen in Stockholm, "einem meiner besten", wie der Spanier befand, in die Vereinigen Staaten gereist.

Frodeno setzt auf Las Vegas, Bazlen fordert Nordén

Preisgelder Hy-Vee Triathlon 2013
  1. 100.000
  2. 20.000
  3. 15.000
  4. 10.000
  5. 9.500
  6. 9.000
  7. 8.500
  8. 8.000
  9. ...(-500)
Dort wird er dann außerdem auch vom australischen 5150-Spezialisten Josh Amberger, dessen Landsmann und Langdistanzspezialist Luke McKenzie und Paul Ambrose (beide AUS) herausgefordert. Nur einer, der sein Kommen angekündigt hatte, wird fehlen: Jan Frodeno hat seine Pläne nach dem zweiten Rang beim Ironman 70.3 in Wiesbaden noch geändert. Zwar hatte er die Einladung bereits erhalten, das Rennen schon fest eingeplant und wird am Freitag auch die Reise in die USA antreten - allerdings wird ihn die direkt nach Las Vegas führen. Denn nachdem sich der Olympiasieger des Jahres 2008 in Wiesbaden wider Erwarten über das Ranking für die 70.3-Weltmeisterschaften qualifiziert hatte, entschied er in Rücksprache mit seinem Coach Dan Lorang, sich ganz darauf zu konzentrieren und den Hy-Vee-Triathlon auszulassen.
Für Svenja Bazlen kam das nicht in Frage. Die Tübingerin wird es am Sonntag in Iowa mit namhafter Konkurrenz aufnehmen: Neben Titelverteidigerin Nordén haben sich in Meredith Kesser (USA), Nicky Samuels (NZL), Emma Moffatt (AUS), Angela Naeth (CAN), Wiesbaden-Siegerin Daniela Ryf (SUI), Radka Vodickova (CZE) und Barbara Riveros Diaz (CHI) einige der weltweisten besten Athletinnen von Kurz- und Langdistanz für das Rennen angekündigt. Ergänzt wird diese Liste außerdem um die Ironman-70.3-Weltmeisterin von 2011, Melissa Hauschildt (AUS), und die ehemaligen Kurzdistanz-Spezalistinnen Liz Blatchford (GBR) und Laura Bennett (USA).

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