Buchholz und Justus gelingt "kleiner Befreiungsschlag"

Beim ersten Weltcuprennen des Jahres konnten die Deutschen Gregor Buchholz und Steffen Justus ihr angekratztes Selbstvertrauen wieder etwas aufpolieren. Beim Sieg des Spaniers Mario Mola blieben die übrigen Deutschen allerdings hinter ihren Erwartungen.

von | 14. März 2016 | Aus: Szene

Steffen Justus

Steffen Justus wird in Mooloolaba Achter

Foto > Delly Carr / triathlon.org

Vergessen machen konnten sie ihre Ergebnisse vom Weltmeisterschafts-Auftakt in Abu Dhabi zwar nicht. "Doch das war schon ein Schritt in die richtige Richtung", hielt Gregor Buchholz nach dem Auftakt zur kleinen Schwester der World Triathlon Series, der ITU-Weltcup-Serie, fest. Mit dem fünften und dem achten Rang konnten Buchholz und sein Teamkollege Steffen Justus ihr angeknackstes Selbstvertrauen wieder aufpolieren und nebenbei einige wichtige Punkte im Kampf um die drei Olympiastartplätze für die Deutsche Triathlon Union beim Männerrennen in Rio de Janeiro im August sammeln.

Altbekannte Probleme

Wo die Baustellen der deutschen Herren in erster Linie liegen, blieb allerdings auch auf Weltcup-Ebene offensichtlich: Rund 20 Sekunden verlor Steffen Justus beim Schwimmen binnen 750 Metern auf die Spitze, für Gregor Buchholz war es doppelt so viel. Die drei weiteren deutschen Starter Franz Löschke, Jonathan Zipf und Christopher Hettich wechselten zwischen ihren beiden Teamkollegen und gemeinsam mit dem Spanier Mario Mola auf das Rad. Allerdings rollte das Feld binnen der 20 Radkilometer wieder zusammen, sodass es in Mooloolaba zu einer Entscheidung auf den fünf Laufkilometern kam.

Dort hatte erwartungsgemäß erneut Mario Mola die Nase vorn. Wie schon beim Weltmeisterschafts-Auftakt in Abu Dhabi vor einer Woche war der Spanier läuferisch nicht zu gefährden. Er sicherte sich den Sieg souverän vor seinem Landsmann Vicente Hernandez und dem Portugiesen Joao Silva. Gregor Buchholz wurde mit nur wenigen Sekunden Rückstand auf das Podest und in einer Spurtentscheidung gegen Rostsylav Pevtsov (AZE) guter Fünfter. Steffen Justus, ebenfalls nur wenige Sekunden langsamer, wurde Achter. "Das war nicht nur ein kleiner Befreiungsschlag, sondern ein ganz wichtiger Schritt in Richtung Gold Coast, wo in drei Wochen das zweite WM-Serienrennen ausgetragen wird", urteilte DTU-Cheftrainer Ralf Ebli. Für Franz Löschke (18.), Jonathan Zipf (42.) und Christopher Hettich (53.) endete der Wettkampf allerdings ernüchternd.

Robisch verliert den Anschluss

Auch Rebecca Robisch hatte sich wohl mehr erhofft vom Weltcupauftakt in Mooloolaba. Denn nachdem sie dort beim Schwimmen deutlich die Spitzengruppe um die Britin Jodie Stimpson und die Australierin Emma Moffatt verpasst hatte, rollte das Feld nicht etwa zusammen, wie es bei den Herren der Fall war - sondern der Abstand zur Spitze um Stimpson wuchs sogar noch von ursprünglich 30 bis auf etwa 50 Sekunden bis zum zweiten Wechsel an. Beim Laufen sammelte Robisch mit einer guten Leistung zwar noch einige der Athletinnen aus der Spitzengruppe ein, über den 15. Rang kam die Rotherin aber nicht hinaus. Den Wettkampf gewann, wie auf Seiten der Männer, diejenige, die auch in Abu Dhabi schon dominiert hatte: Jodie Stimpson hatte in Mooloolaba keine Probleme, das Rennen vor Emma Moffatt für sich zu entscheiden. Die Österreicherin Sara Vilic unterlag der US-Amerikanerin Kirsten Kasper im Kampf um den letzten freien Podiumsplatz hinter dem australisch-britischen Duo um wenige Sekunden.