Deutsches Team greift nach Edelmetall

Angeführt von Juniorenwelt- und Europameisterin Laura Lindemann geht das deutsche Mixed-Relay-Team heute Nachmittag auf die Jagd nach einer WM-Medaille. Bei den dritten ITU Triathlon Mixed Relay World Championships trifft das DTU-Quartett unter anderem auf die starken Briten, Spanien, Australien und Team USA.

Von > | 19. Juli 2015 | Aus: SZENE

Justus Nieschlag | Justus Nieschlag beim ITU World Triathlon Hamburg 2015

Justus Nieschlag beim ITU World Triathlon Hamburg 2015

Foto >Sina Horsthemke / spomedis

Wie im Vorfeld angekündigt, nominierte der DTU-Trainerstab um Bundestrainer Dan Lorang und Cheftrainer Ralf Ebli sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern die beiden bestplatzierten Athleten der Einzelrennen. Damit dürfte wie schon 2014 Rebecca Robisch das Rennen für Deutschland eröffnen. Die Rotherin hatte sich gestern als Zehnte einmal mehr als derzeit konstanteste des jungen deutschen Frauenteams behauptet. 2014 brachte sie Team Deutschland als Startathletin in eine glänzende Ausgangsposition, als sie gleichauf mit Ungarn und den USA in Führung liegend wechselte.

Youngster in der goldenen Mitte?

Die wichtige zweite Position könnte bei der dritten Auflage der Mixed-Team-WM in Hamburg Justus Nieschlag einnehmen. Der 23-jährige Niedersachse ist als 13. der WM-Wertung nicht nur der bestplatzierte Deutsche - er ist aktuell auch der einzige, der beim Schwimmen mit den besten der Welt mithalten kann. Nieschlag ersetzt Justus, der gestern einen gebrauchten Tag erwischte. Ganz im Gegensatz zu Laura Lindemann, die sich auf dem Rathausmarkt in die Herzen der Hamburger Zuschauer lief. Die 19-jährige Potsdamerin wollte ins Team - und hat es geschafft. Zudem gelang ihr als Siebte das beste Ergebnis in der World Triathlon Series. Lindemann zeigte im Wasser, auf dem Rad und beim Laufen eine überzeugende Leistung und könnte das DTU-Quartett vor dem Finale auf Medaillenkurs bringen. Übergeben wird die jüngste im gesamten Feld dann wohl an Gregor Buchholz, der sich im Einzelrennen eine bessere Platzierung erneut beim Schwimmen verbaute. Als 18. qualifizierte er sich dennoch zum zweiten Mal nach 2014 für das Staffelaufgebot. Damals lag er beim letzten Wechsel noch in Schlagdistanz zu Bronze, musste trotz hartem Kampf am Ende aber noch drei Teams den Vortritt lassen. Nach WM-Gold 2013 reichte es für die DTU-Mannschaft nur zu Platz sechs.

Der Mix macht's

Legt man die Einzelergebnisse von gestern zugrunde und geht davon aus, dass alle Nationen ihre Topstars an die Startlinie schicken, dürfte es im Kampf um das dritte Mixed-Team-Gold ein enges Rennen werden. Keine der Topnationen hat sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen überzeugt. Spanien und Frankreich glänzten nur mit Gómez, Mola, Luis und Doninx. Großbritannien und die USA trumpften mit Holland, Stanford, Jorgensen und True auf. Am ausgeglichensten präsentierten sich gestern neben den Deutschen (Einzelplätze 7, zweimal 10 und 18) die Australier, die bei Männern und Frauen je zwei Athleten unter den besten 15 platzieren konnten.

Start für das schnellste Rennformat im Triathlon über viermal 0,3 Kilometer Schwimmen, 6,6 Kilometer Radfahren und 1,6 Kilometer Laufen ist 16:50 Uhr an der Kleinen Alster. tri-mag.de berichtet wie gewohnt aktuell.