Ein Hoch auf Mitläufer!

Erfahrungen hat er keine, aber das Ziel ist klar: Patrick Plasberg aus Hamburg möchte im Juli beim Hamburg Triathlon die olympische Distanz schaffen. Wie es ihm in den zwölf Rookie-Trainingswochen ergeht, schreibt er regelmäßig hier.

Von > | 26. Mai 2014 | Aus: SZENE

Patrick Plasberg | Patrick Plasberg trainiert für seinen ersten Triathlon - egal bei welchem Wetter

Patrick Plasberg trainiert für seinen ersten Triathlon - egal bei welchem Wetter

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Und schon ist die 2. Rookie-Woche vorbei. Wie die Zeit vergeht. Wenn man „nur“ noch für den Sport lebt und alle anderen Termine um die Sporteinheiten legt, vergeht die Zeit irgendwie viel schneller. Trotzdem habe ich mir am Montag einen Ruhetag gegönnt. Und ich denke, dass ich mir den auch verdient habe. Fünf Trainingseinheiten in einer Woche: Für einen Sportmuffel wie mich ist das mal eine Ansage! Gerade der Sonntag war schon irgendwie anstrengend, im Speziellen die Rumpfstabi hat mir einen gehörigen Muskelkater verpasst.

Locker vom Fuß

Zusätzlich zu meinem Rookie-Programm bin ich am Dienstagmorgen um 7 Uhr in der Alsterschwimmhalle gewesen und habe das Triathlonschwimmtraining besucht. Das Training setzt meiner Meinung nach noch andere Schwerpunkte und ist nicht ganz so techniklastig. Überraschenderweise ging das Laufen am Mittwoch leichter vom Fuß als gedacht, das Tempo war moderat und die Strecke auch noch nicht zu weit. An der Alster entlang liefen wir fast sieben Kilometer. Ich finde es immer wieder sehr erstaunlich, wie schnell sich der Körper an Belastungen gewönnen kann. Noch vor zwei, drei Wochen hätte ich mir nicht träumen lassen, dass ich so eine Strecke schon jetzt am Stück laufen könnte. Wirklich genial ist es, in der der Gruppe zu laufen. Alleine die Anwesenheit meiner Mitläufer motiviert mich ungemein. Das Laufen gerät zur Nebensache, wenn man sich noch in Ruhe unterhalten kann. 

Grillgut und Wasser schlucken

Am 1. Mai stand für mich eine schöne Runde im Hamburger Norden mit dem Rennrad an. Mit der Facebookgruppe „Rennrad Truppe Hamburg“ ging die Schleife von Langenhorn Nord über Wilstedt, Hüttblek, Sievershütten und den Klingenberg, vorbei an Bargfeld-Stegen zurück nach von Langenhorn Nord. Die knapp 85 Kilometer haben wir in gut drei Stunden absolviert. Als Belohnung haben einige von uns am Nachmittag noch spontan den Grill rausgeholt und es sich gut gehen lassen, immerhin ist der 1. Mai ja auch ein Feiertag. Am Freitag gab es nur eine "entspannte" Einheit Lauf-Abc und auch wenn es anstrengend war, habe ich mich am nächsten Tag doch sehr fit gefühlt. Das Schwimmtraining am Samstag war sehr techniklastig und hat viel Spaß gemacht. Gerade weil wir viele Übungen gemacht haben, die eine gewisse Stabilität erfordern. Da zumindest mir diese Stabilität noch fehlt, hab ich leider viel Wasser schlucken müssen. Ich hoffe sehr, dass aus mir noch ein passabler Schwimmer wird, aber es ist ein steiniger, oder besser ein wässriger Weg.

Sonntag war Marathon in Hamburg und einige meiner Mitstreiter sind mitgelaufen, trotz steifer Brise und kleinerer Regenschauer zwischendurch. Meine Hochachtung und die besten Wünsche gelten den Läufern! Wir anderen sind dann doch lieber Rad gefahren. Aufgeteilt in drei Gruppen haben wir den Elbdeich unsicher gemacht. Die kleine Gruppe, in der ich mitgefahren bin, hatte einen recht ordentlichen Schnitt von 29 km/h auf einer Strecke von etwas über 50 Kilometern.

Mein Fazit für diese Woche: auch bei schlechtem Wetter gibt es keine Ausrede. Sport macht immer Spaß - vor allem in der Gruppe!