Siegreicher Formtest: Beim Crossduathlon in Murr war Sebastian Kienle der Konkurrenz vor allem läuferisch einen Schritt voraus.

Sina Horsthemke / spomedis

Sebastian Kienle
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Dirty Race Murr Kienle gefordert, Müller souverän

Kurzstrecke | 28. Januar 2013
Ironman-70.3-Weltmeister Sebastian Kienle hat den ersten Formtest der Saison erfolgreich bestanden. Für den Sieg beim Crossduathlon im baden-württembergischen Murr musste sich der 28-Jährige allerdings lange Zeit hartnäckiger Verfolger erwehren. Für die ehemalige DTU-Kaderathletin Kathrin Müller fiel der Titelgewinn deutlich entspannter aus.
Nicht Schlamm und Matsch, sondern Kälte und Schnee haben die diesjährige Auflage des Dirty Race Murr geprägt. Topfavorit Sebastian Kienle schien sich daran nicht zu stören und zeigte gegen starke Konkurrenz, dass seine Form schon jetzt stimmt. Das erste Ausrufezeichen setzte der amtierende 70.3-Weltmeister gleich auf den ersten fünf Laufkilometern – auch wenn seine Tagesbestzeit von 16:40 Minuten letztlich nicht reichte, um Felix Schumann, Nils Frommhold und Marc Dülsen zu distanzieren. So wechselte das Quartett zeitgleich auf die 15 Mountainbike-Kilometer. Unter dem Tempo-Diktat Kienles musste Ironman-Arizona-Sieger Frommhold als Erster abreißen lassen – und wie. Allein bis zum zweiten Wechsel brummte ihm der Hawaii-Vierte mehr als zwei Minuten Rückstand auf, während Dülsen, amtierender Amateur-Europameister über die Mitteldistanz, und Schumann gut 20 Sekunden hinter Kienle noch in Schlagdistanz lagen. Anschließend waren jedoch auch sie chancenlos. In 12:23 Minuten spulte Kienle die vier Kilometer entlang der Murr erneut als Tagesbester ab und durfte sich so nach 1:03:28 Stunden über den ersten Sieg in 2013 freuen. Knapp 90 Sekunden hinter ihm beendete Dülsen das Rennen als starker Zweiter vor Schumann, der in 1:05:17 Stunden das Podium erreichte. Für Frommhold reichte es nach starker Aufholjagd für Rang vier.
Nicht ganz so spannend wie die Männerkonkurrenz, dafür mit einer beeindruckenden One-Woman-Show endete das Rennen der Frauen. Die frühere DTU-Kaderathletin Kathrin Müller, die 2012 nur knapp an der Olympia-Quali gescheitert war, setzte im Kreis Ludwigsburg in allen drei Disziplinen die Tagesbestzeit und konnte so nach 1:16:23 Stunden einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg bejubeln. Erst über zwölf Minuten hinter ihr erreichte Julia Leye das Ziel, die ihrerseits Elke Zeiher mit deutlichem Vorsprung auf Rang drei verwies (1:31:19 Stunden).