Kienle lässt aus, Lange mit Rückenwind

Die Startnummer 1 liegt zwar für ihn bereit, doch Sebastian Kienle wird wohl nicht beim 32. V-Card Triathlon in Viernheim an den Start gehen. Stattdessen werden Patrick Lange, Johann Ackermann und Horst Reichel zwischen Wiesensee und Waldstadion um den prestigeträchtigen Auftakterfolg im BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar kämpfen. Für Lange könnte das der Grundstein zum dritten Gesamtsieg der ältesten deutschen Rennserie sein.

Von > | 29. Mai 2015 | Aus: SZENE

Patrick Lange - Ironman 70.3 Mallorca | Patrick Lange - Ironman 70.3 Mallorca

Patrick Lange - Ironman 70.3 Mallorca

Foto >Sina Horsthemke / spomedis

Jürgen Helt hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass Sebastian Kienle morgen an der Startnummernausgabe auftaucht. So wie bei seinem ersten Start in Viernheim vor einigen Jahren. "Da stand er morgens an der Ausgabe und hat gemeldet", erinnert sich Helt, der mit seinem Team vom TSV Amicitia Viernheim den traditionsreichen V-Card Triathlon seit vielen Jahren auf die Beine stellt. "Wir alle hoffen, dass dies morgen auch wieder so ist." Die Startnummer 1 sei für den mehrfachen Sieger ganz klar reserviert. Nach Informationen von tri-mag.de wird diese morgen aber weder auf Kienles Oberarm gemalt, noch an seinem Aerobike befestigt werden. "Sebastian wird nicht in Viernheim starten", erklärte sein Trainer Lubos Bilek heute auf Anfrage von tri-mag.de.

Lange, Reichel, Ackermann: Wer macht das Rennen?

Damit rücken andere in den Mittelpunkt eines der ältesten Triathlonevents in Deutschland, das seit 32 Jahren ein festen Platz im Rennkalender hat. Nach seinem starken vierten Platz beim Ironman 70.3 Barcelona und Platz fünf auf Mallorca rechnet sich Patrick Lange gute Chancen auf den Sieg aus. Zweimal in Folge gewann der 28-Jährige zuletzt die Gesamtwertung im BASF Triathlon-Cup Rhein-Neckar. 2014 reichten ihm dafür die Siege beim Römerman und beim Heidelbergman sowie der dritte Platz in Mußbach. 2013 musste sich Lange in Viernheim mit der deutlich schnellsten Laufzeit nur Timo Bracht und Nils Frommhold geschlagen geben. Die Gesamtwertung gewann er trotzdem. Weder Bracht noch Frommhold stehen ihm dieses Mal im Weg. Im Vorübergehen wird Lange seinen ersten Viernheimsieg aber nicht einsammeln können. Denn neben dem Kölner Johann Ackermann, dem mutmaßlich schnellsten Schwimmer im Feld, schickt Brachts "Team Sport for Good" den Darmstädter Horst Reichel an den Start. Der erwischte zwar ein eher holpriges Frühjahr - abschreiben sollte man den Sieger des Ironman Kalmar für das morgige Rennen vom Hemsbacher Wiesensee ins Waldstadion von Viernheim (1,5-38-10 km) aber nicht.