Die deutschen Frauen in London Knapp an der Top 10 vorbei – aber nicht unzufrieden

Kurzstrecke | 4. August 2012
Nach dem Londoner Olympiarennen beherrschten im deutschen Frauen-Team weitestgehend fröhliche Gesichtsausdrücke das Bild. Anne Haug war noch auf Rang elf vorgelaufen und hatte damit knapp Anja Dittmer hinter sich gelassen. Auch Svenja Bazlen mochte mit ihrem 32. Rang nicht hadern.
Anne Haug (11. Platz in 2:01:35 Stunden)
„Ich bin total zufrieden, ich habe es auf dem Rad probiert, aber es ist natürlich schwer, wenn man in der zweiten Gruppe ist und dann mit zwei Minuten Rückstand losläuft. Die Stimmung trägt einen aber gewaltig, man glaubt beim Laufen, dass man fliegt. Ich bin, glaube ich, so schnell gelaufen wie die ersten Mädels, das gibt mir viel Hoffnung. Ich habe ja erst mit 20 Jahren richtig schwimmen gelernt und bin erst in meiner zweiten Saison als Profi. Rio 2016, das ist jetzt in meinem Kopf. Dass ich Anja 200 Meter vor dem Ziel überholt habe, hat mich selbst etwas überrascht, denn auf den letzten 100 Metern ist sie eigentlich nicht zu schlagen. Ich hätte sowieso nie geglaubt, dass ich noch so weit nach vorn laufen könnte."
Anja Dittmer (12. Platz in 2:01,38 Stunden)
„Auf der Laufstrecke hat mir vielleicht ein bisschen an Spritzigkeit gefehlt, da ich am Ende Krämpfe hatte und auch einmal kurz stehen bleiben musste. Ich bin nicht unzufrieden und sehr froh, dass ich in London überhaupt dabei sein konnte. Es war eine unglaubliche Atmosphäre – es war schön, dass ich das noch einmal erleben durfte, vor so einem riesigen Publikum bei Olympischen Spielen am Start zu sein.“
Svenja Bazlen (32. Platz in 2:04:11 Stunden)
„Auf dem Rad habe ich alles versucht, ich wollte meine Chance suchen, aber das hat leider nicht funktioniert. Sie haben sich in der Gruppe alle angeguckt und keiner hat etwas gemacht. Beim Laufen hatte ich Probleme mit der Luft, mit dem Zwerchfell. Aber ich bin trotzdem zufrieden, weil ich alles gegeben habe. Kaputter, als ich jetzt bin, kann ich wirklich nicht sein.“