gemeinsam in die Zukunft, von links: Stefan Konrad, Sportpsychologe Dr. Ole Benthien, Laura Lindemann, Stützpunkt-Trainer Ron Schmidt, Julie Jungblut, Jonathan Klemund, Chris Anger (K-Swiss), Lasse Lührs, Nils Goerke (Rewimol)

Niclas Bock

Potsdam Team 2020
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Olympia 2020 Potsdam gründet Perspektivteam

Kurzstrecke | 22. Oktober 2012
Team 2020 - unter diesem Namen treten künftig fünf ausgewählte Nachwuchstriathleten am Bundesstützpunkt Potsdam in Laufschuhe und Pedale. Julie Jungblut und Laura Lindemann, Jonathan Klemund, Stefan Konrad und Lasse Lührs werden Teil eines neuen Aufbaukonzeptes. Sie sollen neben Training und Wettkampf auch den professionellen Umgang mit Sponsoren und Medien lernen.
Olympia 2020 ist das große Ziel, das sich der Potsdamer Triathlon-Stützpunkt auf die Fahnen geschrieben hat. Und unter diesem Motto möchte man jetzt junge Triathleten schon möglichst früh auf Ihrem Weg dorthin zu unterstützen und beste Möglichkeiten bieten, damit Sie Ihr ganzes Potential ausschöpfen können. Der Olympiastützpunkt Potsdam gehört zu den wohl modernsten seiner Art in ganz Deutschland, zuletzt wurde die gesamte Anlage für 18 Millionen Euro sogar noch einmal umgebaut und modernisiert. Diese Bedingungen wolle man nun ausschöpfen und hat sich aus diesem Grund für das Projekt „Team 2020“ entschieden. Die Athleten kommen aus einem Pool von talentierten Nachwuchssportlern, die am Bundesstützpunkt Potsdam leben, zur Schule gehen und gemeinsam trainieren. Für das Training vor Ort ist Ron Schmidt verantwortlich. Und das durchaus erfolgreich: Zweimal holte er als Trainer Gold bei die der U23-WM sowie mehrere nationale und internationale Medaillen im Junioren-Bereich. „Die Idee ist nicht neu“, weiß Schmidt. „Aber wie wir das Vorhaben in die Tat umgesetzt haben, das ist neu.“ Damit spielt der Potsdamer Nachwuchstrainer auf den Prozess an, wie man die Athleten für das Team gefunden hat. Zuerst stellte sich jeder Athlet mit einem Bewerbungsschreiben bei den Sponsoren vor. In einem persönlichen Gespräch mit Vertretern von K-Swiss und Rewimol, zu dem dann alle Bewerber eingeladen wurden, ging es um die individuellen Ziele, Motivation, Vorbilder und das Leben mit anderen Athleten am Olympiastützpunkt. Durch diesen "Casting-Prozess" wolle man den Athleten Eigenverantwortung übertragen und „zeigen, dass man etwas dafür tun muss, wenn man etwas bekommen will.“

Potsdamer Triathlon-Familie

Nils Goerke, ehemaliger Profi-Triathlet und als Vertreter von rewimol an der Auswahl beteiligt, zeigt sich begeistert: „Es ist toll zu sehen, mit welcher Einstellung die jungen Sportler ans Werk gehen. Sie profitieren hier in Potsdam wirklich von einander, natürlich vor allem im Training. Aber auch menschlich scheint es eine große Familie zu sein.“ Bei den Gesprächen mit den Athleten und der späteren Auswahl klinkten sich Cheftrainer Ron Schmidt und Sportpsychologe Dr. Ole Benthien bewusst aus. Man wolle keinen Einfluss darauf nehmen, welche Athleten den Stützpunkt nach außen präsentieren und in das Olympia-Perspektivteam aufgenommen werden. Denn alle Sportler sollen von den Betreuern in Potsdam gleich behandelt werden. "Herr Schmidt", wie die Nachwuchsathleten Ihren Coach nennen, kümmert sich um die individuelle sportliche Förderung aller Potsdamer Triathleten. Darüberhinaus stehen in Potsdam Sportpsychologen, Laufbahnberater und hochmoderne Trainingsbedingungen bereit.