Svenja Bazlen "Rennen mit Windschattenverbot liegen mir besser"

Kurzstrecke | 22. Dezember 2012
Im Sommer erfüllte sich Svenja Bazlen den ersehnten Traum von Olympia. 2013 will die 28-Jährige etwas Neues ausprobieren - und wechselt wie viele andere auf die längeren Triathlondistanzen. Auch den Ironman Hawaii hat sie langfristig auf ihrer Liste.
Svenja Bazlen, wenn Sie Weihnachten einen Wunsch für 2013 frei hätten – welcher wäre das?
Dann würde ich mir wünschen, dass alles so kommt wie ich es mir vorstelle.
Tübingen statt Freiburg, Mittel-(und Lang) statt Kurzdistanz. Gleich zwei einschneidende Veränderung binnen wenigen Wochen … Welcher Schritt ist Ihnen leichter gefallen?
Ganz klar der Umzug. Es gab nur genau einen Plan für die Zeit nach Olympia und der war, dass ich mit meinem Freund zusammenziehe. Da Freiburg für ihn beruflich nicht in Frage kam, haben wir uns Tübingen als Wohnort ausgesucht und ich hatte eigentlich gar keine Entscheidung zu treffen, weil der Umzug ja schon lange geplant war. Die Entscheidung, von den kurzen auf die längeren Distanzen zu wechseln, war dagegen eher eine "längere Geburt".
Nach dem Olympiarennen in London waren Sie ziemlich frustriert. Eigentlich ein guter Grund, es 2016 in Rio noch einmal zu versuchen.
Ja, das stimmt. Aber ich glaube, dass mir die längeren Strecken und die Rennen mit Windschattenverbot insgesamt besser liegen, deshalb jetzt der Wechsel.
Sie sind nicht die einzige, die sich nach Olympia von der Kurzdistanz verabschiedet. Wie erklären Sie sich den „Boom“ hin zu den längeren Distanzen?
Ich glaube das ist ganz normal. Der 4-Jahreszyklus mit den Olympischen Spielen ist jetzt zu Ende. Da versuchen viele, den Kopf etwas frei zu bekommen und mal etwas Neues ausprobieren.
Wovor haben Sie den größten Respekt und was reizt Sie am meisten, wenn Sie an die Vorbereitung auf die kommende Saison denken?
Da sich mein Training noch nicht groß ändern wird, weiß ich in dem Bereich wenigstens ziemlich gut, was auf mich zu kommt. Ich freue mich total auf die Wettkämpfe, bin aber auch sehr gespannt was für zusätzliche Aufgaben im Rennen dann tatsächlich noch entstehen.
Ihr früherer Teamkollege Daniel Unger hat Hawaii 2014 als Fernziel ausgegeben. Schwirren solche Gedanken auch in Ihrem Kopf herum?
Auf Hawaii möchte ich irgendwann auf jeden Fall mal starten. Aber ob das schon 2014 soweit sein wird, wage ich doch zu bezweifeln.