Auf Abschiedstour: Maik Petzold macht in seinem letzten Profijahr noch einmal einen Abstecher nach Buschhütten.

Jens Richter

Maik Petzold vor dem Start in Buschhütten
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Kick-off mit Hochkarätern Triathlon Buschhütten mit Justus und Petzold

Kurzstrecke | 8. Mai 2013
Beim Triathlon Buschhütten bricht am Sonntag eine neue Ära an. König Kienle hat abgedankt - stattdessen ist die Bühne frei für einige der derzeit besten deutschen Kurzdistanzathleten, internationale Würze und das ewige Duell zwischen den Stars des EJOT-Teams und ihren hochmotivierten Herausforderern.
Alles neu, macht der Mai, heißt es in einer Volksweise aus dem 19. Jahrhundert. Nun, in Buschhütten wird am kommenden Wochenende zwar nicht alles, aber sehr viel anders laufen, als in der über 20-jährigen Geschichte des Rennens im Siegerland. So wird es zum ersten Mal kein separates Eliterennen mit Triathlon-Topstars wie Sebastian Kienle oder den Raelert-Brüdern geben - dafür feiert die Triathlon Bundesliga beim Aufgalopp in die Saison 2013 in Buschhütten ihren Einstand. Und weil Cheforganisator Rainer Jung seit jeher lieber klotzt als kleckert, hat er eins der hochkarätigsten Bundesliga-Starterfelder aller Zeiten ins Siegerland gelockt.
Mit Steffen Justus und dem Spanier Mario Mola, die eine Pause von der World Triathlon Series nehmen, streifen zwei der derzeit fünf weltbesten Kurzdistanzathleten das Trikot von Jungs EJOT Team über. Auch Maik Petzold macht auf seiner Abschiedstournee durch Triathlon-Deutschland einen Abstecher nach Buschhütten. Jonathan Zipf und der 21-jährige Youngster Justus Nieschlag komplettieren das Team des Titelverteidigers, das in dieser Besetzung am Sonntag nur schwer zu besiegen sein dürfte. Daran wird auch das neue Rennformat nichts ändern, von dem sich Jung auch für die Zuschauer noch mehr Action verspricht. Zunächst wird jeder der fünf Athleten 200 Meter im Freibad von Buschhütten schwimmen - und zwar ähnlich einer Staffel bei den Schwimmern - nacheinander. Sobald die insgesamt 1.000 Meter absolviert sind, gehen die Teams gemeinsam auf die 26 Radkilometer. Entschieden wird der Auftakt zur Triathlon Bundesliga dann auf der 5,3 Kilometer langen Laufstrecke.

Wieder ein Dreikampf?

Keineswegs neu ist die Ausgangslage im Kampf um die Mannschaftsmeisterschaften: Seit Jahren machen die Männerteams aus Buschhütten, Witten und Potsdam den Titelträger unter sich aus. Daran dürfte sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Mit Stefan Zachäus, Sebastian Rank und Christian Prochnow sowie Jonas Schomburg und Christopher Hettich schickt das Stadtwerke-Team aus dem Ruhrgebiet eine ebenso schlagkräftige Truppe ins Rennen wie die Potsdamer, die 2012 in der Endabrechnung auf dem dritten Platz landeten. Der aktuelle Deutsche Triathlon-Meister Franz Löschke führt eins der jüngsten Teams der Saison an.
Auf eine neue Situation müssen sich dagegen die Frauen des EJOT-Teams Buschhütten einstellen: sie gehen zum ersten Mal als Titelverteidiger und damit auch als Gejagte in die neue Saison. Doch bei einem Blick auf die Besetzung des Teams wird auch hier schnell klar: Rainer Jung will nichts anbrennen lassen und den Doppelsieg für seine beiden Mannschaften wiederholen. Angeführt werden die Buschhüttenerinnen von der Schweizerin Melanie Hauss und der stark in die Saison gestarteten Rebecca Robisch. Die erfahrene Slowenin Mateja Simic und Nachwuchskader Hannah Philippin komplettieren die haushohen Favoriten. Ganz kampflos werden sich Kathrin Müller, Carina Brechters, Sarah Wilm und Christiane Pilz im Dress des Wittener Stadtwerke-Teams aber nicht geschlagen geben. Auch der Krefelder KK - mit der Deutschen Duathlonmeisterin Annika Vössing - hat zumindest im Kampf ums Podium gute Karten.

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