Zerschrammt, aber ungebrochen

Non Stanford ging am Sonntag im Team-Wettbewerb als Führende und dritte Starterin auf die Strecke. Ihr Ziel: die gute Ausgangslage für Jonathan Brownlee beibehalten oder sogar ausbauen und damit einen Teil zum erhofften Titel beitragen. Doch auf der zweiten Runde stürzte sie. Wie es zu dem Sturz kam, wie es ihr wenige Tage später geht und wann sie wieder starten wird, erzählte sie der BBC.

Von > | 26. Juli 2013 | Aus: SZENE

WTS Madrid_11 | An der Spitze versucht Non Stanford, die Situation zu nutzen. Sie drückt aufs Tempo, schüttelt Jorgensen ab - und hält Haug auf Distanz. Zunächst.

An der Spitze versucht Non Stanford, die Situation zu nutzen. Sie drückt aufs Tempo, schüttelt Jorgensen ab - und hält Haug auf Distanz. Zunächst.

Foto >Janos Schmidt / triathlon.org

Die Menschenmassen an der Radstrecke in Hamburg warteten am vergangenen Wochenende vergeblich auf die Führende des Mixed-Staffel Wettbewerbs, Non Stanford. Sie wollten ihr zujubeln und sie anfeuern, doch sie kam und kam nicht. Fernsehbilder brachten Minuten später die Auflösung: Stanford war gestürzt.

„Ich habe die Innenseite der Kurve gewählt, weil es der kürzeste Weg war und dann blickte ich mich kurz um, um zu schauen, ob ich die anderen Mädels schon sehen kann. Unglücklicherweise driftete ich etwas nach links und knallte gegen einen Straßenpoller.“ Sie sei über den Lenker geflogen und habe ihr Rad erst am anderen Straßenende wieder erblicken können, sagte die Britin der britischen Rundfunkanstalt BBC.

Ungebrochen (er Wille)

„Mein Rücken und mein rechter Arm bekamen das Meiste ab. Aber ich bin wirklich froh, dass ich mir nichts gebrochen habe, ich bin nur etwas mitgenommen und zerschrammt“, sagte Stanford weiter. Die anfänglich starken Schmerzen hatten sie Schlimmeres vermuten lassen. Am meisten sei sie jedoch enttäuscht, weil sie ihr Team habe hängen lassen. „Wir lagen so gut im Rennen und haben gehofft zu gewinnen, und dann hängt alles von so einem dummen Fehler ab“, ärgert sich die 24-Jährige. Ihren rechten Arm könne sie noch nicht so gut benutzen, hoffe aber in einer Woche wieder ins Training einzusteigen.

„Ich werde vorsichtig sein, um keine bleibenden Schäden zu riskieren. Aber im Moment bin ich optimistisch, dass ich in Stockholm (das nächste WM-Serien Rennen/Anm. der Red.) dabei sein kann und auf jeden Fall in London – das WM-Finale hat oberste Priorität“, erklärt Stanford dem BBC und wirkt zuversichtlich.