Faris Al-Sultan beim Ironman Hawaii 2011

Frank Wechsel / spomedis

Faris Al-Sultan beim Ironman Hawaii 2011
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Traumstart in Sri Lanka Al-Sultan gewinnt 70.3-Premiere

Langstrecke | 19. Februar 2012
Mit einem überlegenen Sieg ist Faris Al-Sultan in seine zwölfte Profisaison gestartet. Bei der ersten Auflage des Ironman 70.3 Sri Lanka dominierte der Ironman-Europameister Kiwi Bryan Rhodes und den Italiener Alessandro Degasperi. Katja Rabe wurde bei den Frauen Zweite.
Bis ins ferne Sri Lanka muss Faris Al-Sultan reisen, um dreieinhalb Jahre nach dem Erfolg in Wiesbaden, seinem ersten und bisher einzigen Titel über die 70.3-Distanz, den zweiten Sieg einzufahren. Ernsthaft in Gefahr war der Triumph bei der Premiere im Indischen Ozean nie - allein Ironman-Oldie Bryan Rhodes lockte den 34-jährigen Münchener auf der Radstrecke kurz aus der Reserve und verhinderte damit den lupenreinen Start-Ziel-Sieg des Hawaiichampions von 2005.

Neuseeländischer Falschfahrer

Ansonsten hatte Al-Sultan das Rennen jederzeit unter Kontrolle. Gemeinsam mit dem Südafrikaner Kent Horner, Aussie Josh Rix, dem Italiener Alessandro Degasperi und Rhodes schwang er sich nach etwas mehr als 25 Minuten im lauwarmen Ozean aufs Rad. Auf dem komplett flachen und unspektakulären Drei-Runden-Kurs sorgte dann Altmeister Rhodes unfreiwillig für die Szenen des Rennens: Erst bog der 39-Jährige Neuseeländer an einer Kreuzung falsch ab, wenig später stürzte der Sieger des Ironman Canada 2008 noch. Es reichte trotzdem für die schnellste Radzeit des Tages - mit mehr als 43 Kilometern pro Stunde raste Rhodes über die Strecke und schlüpfte zweieinhalb Rennstunden sogar als Führender, etwa eine Minute vor Al-Sultan und mehr als zehn vor den restlichen Konkurrenten, in seine Laufschuhe. Aus seinem ersten Ironman-70.3-Sieg wurde aber nichts. Al-Sultan schnappte sich Rhodes schon nach wenigen Kilometern und enteilte ihm dank einer starken Laufzeit von 1:18:33 Stunden bis ins Ziel noch um fast acht Minuten. Degasperi musste sich hinter Rhodes mit Platz drei begnügen.
Männer
19. Februar 2012, Colombo (Sri Lanka)
NameNationGesamt1,9 km Swim90 km Bike21,1 km Run
1Faris Al-SultanGER3:51:3925:252:06:261:18:33
2Bryan RhodesNZL3:59:1425:192:05:241:27:27
3Alessandro DegasperiITA4:00:5425:272:14:311:19:44
4Fredrik CroneborgSWE4:04:2728:042:11:551:23:13
5AJ AndersonTHA4:10:3132:012:16:461:20:32
6Kent HornerRSA4:10:4925:222:10:461:33:37
7Josh RixAUS4:19:3925:292:11:541:41:01
8James MiddleditchSIN4:22:3036:172:17:021:27:03
9Shusaku EndoJAP4:25:0939:492:45:051:57:55
10Pablo EratSUI4:26:0329:032:16:561:38:18

Reed nervenstark, Rabe läuft aufs Podium

Auch bei den Frauen siegte eine der Protagonistinnen der Ironman-EM von Frankfurt im Juli 2011. In Sri Lanka reichte es für Vize-Europameisterin Lucie Reed aber zum Sprung aufs oberste Treppchen. Zu überlegen war die Tschechin im Wasser und beim Laufen. Selbst die überragende Radzeit der Australierin Christie Sym konnte Reed nicht schocken. Die hatte zwischenzeitlich zur 37-Jährigen aufgeschlossen, war beim Laufen aber ohne Chance. Ihren ersten Podestplatz in einem 70.3-Rennen eroberte Katja Rabe. Die 33-jährige Koblenzerin lief in 1:34:28 Stunden den schnellsten Halbmarathon und stürmte so noch an Sym vorbei auf den zweiten Rang.
Frauen
19. Februar 2012, Colombo (Sri Lanka)
NameNationGesamt1,9 km Swim90 km Bike21,1 km Run
1Lucie ReedCZE4:30:1728:012:25:011:35:51
2Katja RabeGER4:34:1331:522:26:361:34:28
3Christie SymAUS4:36:3831:002:22:071:42:13
4Claire HornerRSA4:37:3432:242:26:041:37:48
5Dana WagnerGER4:42:0232:352:25:381:42:08
6Anita LentiSUI5:04:1932:222:38:431:51:23
7Jane WestleyVAE5:11:4732:192:47:301:50:02
8Yukari FukahoriJAP5:19:2044:072:26:022:06:22
9Clare McCabeVAE5:25:4446:012:50:171:46:10
10Aya MurayamaJAP5:26:5736:132:48:071:59:56

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