Ironman 70.3 Lake Stevens Alexander holt den Hattrick, Raelert muss zittern

Langstrecke | 23. Juli 2013
Der dreimalige Ironman-Weltmeister Craig Alexander hat beim Ironman 70.3 Lake Stevens seinen dritten Saisonsieg eingefahren. Im US-Bundesstaat Washington zwang er Landmann Luke Bell und den Kanadier Elliot Holtham mit dem schnellsten Halbmarathon des Tages in die Knie. Derweil muss Michael Raelert um die vorzeitige Qualifikation für den Ironman Hawaii zittern.
Eine Monat nach seinem 40. Geburtstag beschenkte sich Alexander am Lake Stevens mit einem weiteren Titel. In einem nicht hochkarätig, aber keineswegs schwach besetzten Rennen musste der Hawaiichampion von 2008, 2009 und 2011 zunächst allerdings hinterherfahren. Gemeinsam mit dem Kanadier Elliot Holtham schloss der Australier auf den 90 Radkilometern die beim Schwimmen entstandene Lücke zu Landsmann Luke Bell. Bis Kilometer zehn des Halbmarathons machte dieses Trio gemeinsame Sache. Dann musste Außenseiter Holtham abreißen lassen. Kurz darauf erhöhte Alexander noch einmal die Schlagzahl, sodass ihm auch Bell nicht mehr folgen konnte. Trotz seines zwölften Platzes bei den Ironman World Championships im Oktober 2012 scheint der Familienvater aus Cronulla Beach noch immer hochmotiviert. Jacobs, Raelert, Kienle und Co. sollten Alexander am 12. Oktober im Auge behalten.

Raelert bangt um Hawaii-Ticket

Michael Raelert muss nach dem 70.3-Wochenende in den USA um seine frühe Qualifikation für Hawaii zittern. Christopher Legh, der für seinen sechsten Platz am Lake Stevens noch 280 Punkte im Kona Pro Ranking kassierte, und US-Profi Andrew Starykowicz - Zweiter beim Ironman 70.3 Racine (Wisconsin) - zogen am Rostocker vorbei und verdrängten ihn wenige Tage vor Ende der ersten Qualifikationsphase auf den 39. Platz. Der würde derzeit noch reichen. Weil mit Sebastian Kienle, Pete Jacobs und Craig Alexander drei automatisch Qualifizierte unter den besten 40 platziert sind, bekäme nach dem kommenden Rennwochenende auch der 43. des Rankings noch eine Einladung für die WM in Kona. Die schlechte Nachricht für Raelert: Sowohl beim Ironman Switzerland, als auch in Lake Placid sind Profikollegen am Start, die nur knapp hinter ihm liegen und ihm das Ticket noch streitig machen können.