Alexander verpasst Podium, Bittner sammelt Quali-Punkte

Der Ironman 70.3 Geelong war immer Craig Alexanders Rennen – bis gestern, als die Siegesserie des Australiers vom Nachwuchstalent Jake Montgomery unterbrochen wurde. Bei den Frauen kämpfte sich Melissa Hauschildt (AUS) zurück zu alter Form und auf das Podium.

Von > | 8. Februar 2016 | Aus: Szene

Ironman 70.3 Geelong 2016

Jake Montgomery (AUS) gewinnt den Ironman 70.3 Geelong 2016 in 3:51:48 Stunden.

Foto > Delly Carr/Ironman

Dieser Renntag war ein Tag der ersten Male: Das erste Mal, dass Craig Alexander beim Ironman 70.3 Geelong an der australischen Südküste nicht gewann. Das erste Mal, dass der 21-jährige Jake Montgomery ein Ironman-70.3-Rennen gewann. Das erste Mal, dass sich Melissa Hauschildt nach ihrer Verletzung 2015 wieder ganz oben auf das Podium kämpfen konnte.

Australische Jungspunde gegen Altmeister

Gerade einmal 21 Jahre alt ist Jake Montgomery, der am Wochenende in Geelong seinen ersten Ironman-70.3-Sieg abgeräumt hat. Gemeinsam Josh Amberger (26), Zweiter beim Ironman 70.3 Dubai, gab er sich ein langes Kopf-an-Kopf-Rennen, bevor der jüngere Montgomery beim Laufen das Rennen für sich entscheiden konnte.

Nach einer Schwimmzeit von 22 Minuten kamen Montgomery und Amberger erst innerhalb weniger Sekunden Abstand aus dem Wasser – fast zwei Minuten schneller als Craig Alexander. Auf dem Rad fuhren beide hart und schafften es mit einem Abstand von nur einer knappen Minute in die zweite Wechselzone. Montgomery konnte mit einem Split von 2:06:18 Stunden den bestehenden Radstrecken-Rekord unterbieten. Beim Lauf war es schließlich Montgomery, der sich mit einem Halbmarathon in 1:19:57 Stunden absetzen konnte. Auf den letzten Kilometern wurde Amberger noch vom Franzosen Cyril Viennot überholt, der mit 1:17:36 Stunden den zweitschnellsten Laufsplit des Tages ablieferte.

Ironman 70.3 Geelong 2016

Beim Ironman 70.3 Geelong 2016 stellt Jake Montgomery mit 2:06:18 Stunden einen neuen Rekord auf der Radstrecke auf.

Foto > Delly Carr/Ironman

Altmeister Craig Alexander erwischte einen schlechten Tag und stieg nach dem Radfahren aus. Der deutsche Per Bittner zeigte in allen drei Disziplinen eine solide Performance und verpasste das Podium nur knapp – sammelte dafür aber wichtige Punkte für seine Ironman-Hawaii-Qualifikation.

Hauschildt kämpft gegen Krämpfe – und gewinnt

Ironman 70.3 Geelong 2016

Krämpfe plagen Melissa Hauschildt beim Halbmarathon in Geelong.

Foto > Delly Carr/Ironman

Melissa Hauschildt konnte nach ihrer einjährigen Verletzungspause beim Ironman 70.3 Geelong ein starkes Ausrufezeichen setzen. Die Australierin holte ihren mehrminütigen Schwimmrückstand auf dem Rad auf und stellte dort die Führende Radka Vodickova (CZE). Nach einem Bikesplit von 2:17:47 Stunden konnte Hauschildt ihren Vorsprung trotz Krämpfen mit einem schnellen Halbmarathon auf über sechs Minuten ausbauen und nach 4:14:28 Stunden gewinnen, mit Streckenrekord. Auf das Podium folgten ihr Radka Vodickova und Anabel Luxford (AUS).

Ironman 70.3 Geelong 2016

Melissa Hauschildt gewinnt den Ironman 70.3 Geelong 2016 mit einem neuen Streckenrekord von 4:14:28 Stunden.

Foto > Delly Carr/Ironman