Nach seinem dritten Platz auf Fuerteventura will Konstantin Bachor auch bei der Challenge Aarhus wieder auf's Podium.

Frank Wechsel / spomedis

Konstantin Bachor
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Deutsche Favoriten in Dänemark Bachor, Sundberg, Toft – Wer holt den Sieg in Aarhus?

Langstrecke | 21. Juni 2013
Bei der dritten Auflage der Challenge Aarhus kämpfen am Wochenende auch zwei deutsche Profis um den Sieg. Konstantin Bachor und Swen Sundberg treffen bei ihren letzten Formtests für Frankfurt und Roth auf den starken Dänen Jens Toft. Auch bei den Frauen ist ein Heimsieg möglich.
Knapp 1.400 Profis und Agegrouper werden am Sonntagmorgen im Seehafen von Aarhus die Boote kräftig ins Wanken bringen. Nach den 1,9 Schwimmkilometern befahren die Athleten Neuland. Die überarbeitete und neu konzipierte Radstrecke soll bergiger und technisch anspruchsvoller sein als die der beiden bisherigen Ausgaben. Der abschließende Halbmarathon führt alle Teilnehmer auf drei Runden rund um die zweitgrößte Stadt Dänemarks.

Sundberg mit Podest im Visier

Die besten Chancen auf die Nachfolge des Schweizers Reto Hug haben die beiden deutschen Profis Konstantin Bachor und Swen Sundberg sowie der Däne Jens Toft. Bachor reist mit dem dritten Platz bei der Challenge Fuerteventura im Gepäck an, dem Wolfsburger dürfte vor allem die neue, etwas schwerere Radstrecke entgegenkommen. Sundberg, der in der Vorbereitung auf den Ironman Germany steckt, hatte sich die Wochen vor seinem Saisonhöhepunkt etwas anders vorgestellt. Seinen für vergangenes Wochenende geplanten Start beim Ironman 70.3 UK sagte der 39-Jährige kurzfristig ab. „Leider hat meine Frau einen Bandscheibenvorfall bekommen“, erklärte Sundberg gegenüber tri-mag.de. Aus dem gleichen Grund strich er auch die 70.3-WM-Generalprobe in Mont Tremblant (CAN). „Für das Rennen in Aarhus muss ich nur zwei bis drei Tage von zu Hause weg“, begründet er die kurzfristige Entscheidung für das Challengerennen. Ein Platz unter Top 3 sei sein Ziel, so Sundberg. Einer, der die beiden Deutschen richtig fordern wird, ist Jens Toft.  Der Sieger von Fuerteventura und Dritte der Halbdistanz-Europameisterschaft von Barcelona ist in blendender Verfassung und wird wohl versuchen, schon beim Schwimmen einen kleinen Vorsprung herauszuholen.
Doch auch der deutsche Jungprofi Markus Liebelt, der Kroate Dejan Patrcevic und der erfahrene Stephen Bayliss (GBR) werden es den drei Top-Favoriten nicht leicht machen. Liebelt, 2012 an gleicher Stelle Sechster, wird vor allem auf den 90 Radkilometern versuchen, sich nach vorn zu kämpfen. Wegen einer hartnäckigen Erkältung hatte der 23-Jährige vor zwei Wochen noch seinen geplanten Start bei der Challenge Kraichgau absagen müssen. Liebelts Motto für Aarhus: „Zurück zur Form und raus aus dem Seuchenfrühjahr“.

Swallow gegen Dänen-Duo

Im Rennen der Damen dürfte kaum ein Weg an der Dänin Camilla Pedersen vorbeiführen. Die Titelverteidigerin ist auch in diesem Jahr wieder in bestechender Form. Erst Ende Mai krönte sie die noch junge Saison mit dem EM-Titel auf der Halbdistanz in Barcelona. Die größte Gegenwehr droht aus dem eigenen Lager. Michelle Vesterby, 2012 Gewinnerin des Ironman Lanzarote und Zwölfte auf Hawaii, holte zu Beginn der Saison immerhin den zweiten Platz beim Ironman Los Cabos (MEX). Als Warm-up für den Ironman Germany in zwei Wochen nutzt die Britin Jodie Swallow das Rennen in Dänemark. Die 70.3-Spezialistin und Ex-Weltmeisterin fühlt sich mittlerweile auch auf der Langdistanz wohl. Beim Ironman Südafrika musste sie sich im April nur knapp geschlagen geben.

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