Badmann bangt um Start beim Ironman Hawaii

Die sechsfache Ironmanweltmeisterin Natascha Badmann muss ihre Saisonpläne über den Haufen werfen. Die Schweizerin wurde beim Radtraining auf Gran Canaria von einem Auto angefahren und verletzt. Der Ironman Melbourne fand ohne sie statt - doch Badmann will nun in Südafrika nach dem Ticket für den Ironman Hawaii greifen.

Von > | 26. März 2014 | Aus: SZENE

Natascha_Badmann_Hawaii2012_3 | Natascha Badmann

Natascha Badmann

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Der Unfall, der schon zweieinhalb Wochen zurückliegt, ging für Badmann zumindest physisch einigermaßen glimpflich aus. Die 47-Jährige erlitt bei der Kollision eine Gehirnerschütterung und ein leichtes Schleudertrauma und trainiert nach einigen Tagen Ruhe schon wieder. Eine Katastrophe ist der - nach Augenzeugenberichten von dem Autofahrer böswillig provozierte Unfall - für die ehrgeizige Schweizerin aber trotzdem. "Meine ganze Vorbereitung ist zerstört", sagt sie wütend. Nach vielen Jahren Arbeit sei ihre Schwimmform endlich richtig gut gewesen, ärgert sich Badmann, die nach dem Unfall wegen erhöhter Infektionsgefahr zwei Wochen lang nicht im Pool trainieren konnte. So lange habe sie seit sieben Jahren nicht pausiert. Aufgeben kommt für die sechsfache Ironmanweltmeisterin aber nicht in Frage. "Ich kann es jetzt nicht mehr ändern und versuche nun meine Energie in schnellstmögliche Heilung und die nächste Aufgabe zu stecken", sagt sie trotzig.

Mit gemischten Gefühlen nach Südafrika

Die nächste Aufgabe soll der Ironman Südafrika sein. Ursprünglich wollte Badmann beim Ironman Melbourne starten, wo sie sich 2013 als Vierte das Ticket für den Ironman Hawaii geholt hatte. "Südafrika ist nicht ideal", sagt ihr Trainer und Lebensgefährte Toni Hasler und meint damit, dass am 6. April in Port Elizabeth nur halb so viele Punkte verteilt werden wie in Melbourne. Doch die Zeit läuft gegen Badmann - zudem hat sie an das Rennen am Indischen Ozean sehr gute Erinnerungen. Viermal stand sie dort schon ganz oben auf dem Podest. Schon am Freitag reisen Badmann und Hasler nach Südafrika. "Wir sind positiv und werden das Beste daraus machen", so der Trainer.