Bittner holt in Melbourne Silber

Per Bittner hat sich zum Saisonstart eine gehörige Portion Selbstvertrauen gesichert: Bei der Challenge Melbourne wurde der Leipziger mit dem schnellsten Radsplit Zweiter. In Panama konnte sich Lionel Sanders mit der besten Radleistung den Sieg sichern.

Von > | 1. Februar 2016 | Aus: Szene

Simplon MrT2 2016 - 01 | Simplon MrT2 2016 - 01

Per Bittner war bei der Challenge Roth bereits auf einem neuen Rad unterwegs.

Foto > Getty Images

Es hätte ein ungemütlicher Tag werden können in Australien für die anwesenden Triathleten: Die Meteorologen hatten einen Sturm im Bundesstaat Victoria aufziehen sehen - gerade zeitgleich mit dem Challenge-Rennen in der Hauptstadt Melbourne. Doch eben noch rechtzeitig zog die Unwetterfront gen Süden ab und bescherte den Athleten bestes Wettkampfwetter.

Positive Entwicklung auf dem Rad

Dieses Wetter wussten von Beginn an vor allem zwei Athleten für sich zu nutzen: An der Spitze des Feldes setzte zunächst der ehemalige australische Ruderer Todd Skipworth Akzente und sich beim Schwimmen etwas von den übrigen Konkurrenten ab. Auf dem Rad zog der Leipziger Per Bittner nach und löste sich deutlich von den Verfolgern um den Vorjahressieger Leon Griffin (AUS). Rund drei Minuten Vorsprung erarbeitete sich Bittner binnen der 90 Radkilometer auf die schnellsten Athleten hinter ihm, während Skippworth seinen einminütigen Vorsprung auf den Deutschen verteidigte: Am Ende ging der schnellste Radsplit des Tages mit fünf Sekunden Vorsprung auf Bittners Konto. Ein besonderer Erfolg und ein Mutmacher für den Leipziger, hatte er in der Vergangenheit schließlich noch Probleme, gute Rad- mit soliden Laufleistungen zu kombinieren.

Das gelang ihm diesmal besser: An Sieger Skippworth war für den Deutschen zwar nicht mehr heranzukommen, den Drittplatzierten Leon Griffin aber hielt sich Bittner souverän vom Leib und verteidigte in Melbourne seine Silbermedaille. Das Rennen der Frauen gewann die junge Australierin Ellie Salthouse vor ihrer Landsfrau Natalie van Coevorden. Yvonne van Vlerken (NED) lag nach dem zweiten Wechsel rund acht Minuten hinter der Spitze um die beiden Australierinnen und stieg auf der Laufstrecke aus.

Challenge Melbourne | Frauen

  1. Januar 2016, Melbourne (Australien)

Name Nation Gesamt 1,9 km Swim 90 km Bike 21,1 km Run

1

Ellie Salthouse

AUS

4:11:03

26:18

2:17:23

1:23:44

2

Natalie van Coevorden

AUS

4:15:14

26:17

2:17:55

1:27:02

3

Carrie Lester

AUS

4:19:50

27:17

2:20:16

1:28:05

4

Katy Duffield

AUS

4:31:06

31:18

2:29:20

1:26:32

5

Lisa Marangon

AUS

4:31:36

28:08

2:26:26

1:32:37

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Challenge Melbourne | Männer

  1. Januar 2016, Melbourne (Australien)

Name Nation Gesamt 1,9 km Swim 90 km Bike 21,1 km Run

1

Todd Skipworth

AUS

3:51:13

24:28

2:07:49

1:15:42

2

Per Bittner

GER

3:56:08

25:32

2:07:44

1:19:21

3

Leon Griffin

AUS

3:58:41

25:29

2:11:09

1:18:38

4

Nuru Somi

AUS

4:01:13

25:23

2:11:19

1:20:49

5

Josh Rix

AUS

4:03:30

25:27

2:11:11

1:23:25

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Sanders holt auf

Beim Ironman 70.3 Panama, den Pan American Championships, entschied eine herausragende Radleistung das Rennen: Der Kanadier Lionel Sanders, mit deutlichem Rückstand auf die 90 Radkilometer gewechselt, konnte sich mit einer Zeit von 1:55:04 Stunden um rund zwei Minuten an den führenden Franzosen Antony Costes heranarbeiten, der so mit noch knapp einer Minute Vorsprung auf den abschließenden Halbmarathon startete. Nach drei Laufkilometern war dieses Polster aber bereits aufgebraucht - und wenig später das Rennen zu Sanders' Gunsten entschieden: Mit drei Minuten Vorsprung sicherte sich der Kanadier auf der offensichtlich etwas zu kurzen Strecke in Panama in 3:38:52 Stunden den Sieg. Antony Costes verteidigte den zweiten Platz, auf den dritten Rang kämpfte sich der Australier Tim Reed.

Das Frauenrennen gewann die US-Amerikanerin Sarah Haskins, nachdem die beim zweiten Wechsel noch rund eineinhalb Minuten hinter Heather Lendway und Lauren Brandon (USA) gelegen hatte. Lendway lag auch auf der Laufstrecke noch lange auf Kurs Silbermedaille - auf den letzten Kilometern wurde sie aber noch von der Britin Lisa Roberts überholt. Lauren Brandon sicherte sich den sechsten Platz.