Bittner plant den nächsten Streich

Eine Woche nach seinem zweiten Rang bei der Challenge Melbourne steht für den Deutschen Per Bittner bereits das nächste Rennen auf dem Plan: Beim Ironman 70.3 Geelong will er sich gegen die Hawaiisieger Craig Alexander und Pete Jacobs behaupten. Im Frauenrennen hat Mareen Hufe gute Aussichten.

Von > | 5. Februar 2016 | Aus: Szene

Challenge Roth 2015 - Laufen - 11

Foto > Frank Wechsel / spomedis

Wenn es Preise gäbe für die meisten bestrittenen Triathlonrennen während der Wintermonate, Per Bittner hätte zumindest den Europameistertitel vermutlich sicher: Ein Ironman- und ein Ironman-70.3-Rennen bestritt der Leipziger im Dezember bereits in Australien und landete jeweils auf dem Treppchen, am vergangenen Wochenende legte er bei der Challenge Melbourne noch eine Silbermedaille über die Mitteldistanz nach. Und an diesem Wochenende macht Bittner, der diesen Winter gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Yvonne van Vlerken (NED) in Australien verbringt, gleich weiter: 75 Kilometer von Melbourne, im australischen Geelong, hat Bittner seinen nächsten Coup geplant. Diesmal wird es allerdings noch etwas schwieriger als am vergangenen Wochenende, als sich der 30-Jährige nur dem Australier Todd Skipworth geschlagen geben musste.

Frodeno-Herausforderer Amberger greift an

Denn es haben sich in Geelong gleich zwei Hawaiisieger angekündigt: Sowohl Routinier Craig Alexander, als auch dessen Landsmann Pete Jacobs wollen bei dem Rennen im Bundesstaat Victoria starten. Und dort kennt sich Alexander aus: Im vergangenen Jahr gewann er den Wettkampf mit der Winzigkeit von 17 Sekunden Vorsprung vor seinem Landsmann Sam Appleton. Der wird in diesem Jahr allerdings nicht erneut in Geelong erwartet.

Stattdessen machen den beiden Hawaiisiegern und Per Bittner noch einige andere Athleten das Leben schwer: Der Franzose Cyril Viennot zum Beispiel könnte weit vorne mitspielen - und Josh Amberger (AUS), ebenfalls für den Wettkampf in Geelong gemeldet, war der einzige, der Jan Frodeno vor Wochenfrist zumindest bis zur Halbzeit der Radstrecke beim Ironman 70.3 Dubai noch Paroli bieten könnte. Die Ziellinie überquerte Amberger in Dubai ungefährdet als Zweiter. Auch Leon Griffin, Clayton Fettell und Peter Kerr (alle AUS) könnten Anwärter auf den Sieg sein.

Hufe und van Vlerken mitfavorisiert

Bei den Frauen verzichtet Vorjahressiegerin Liz Blatchford auf den Versuch einer Titelverteidung. In ihre Fußstapfen könnten die Australierinnen Melissa Hauschildt, Annabel Luxford, Sarah Cowley, Lisa Marangon und Carrie Lester treten. Auch die Tschechin Radka Vodickova und Emma Pooley (GBR) haben Chancen auf den Sieg. Eine Woche nach ihrem rabenschwarzen Tag und dem Ausstieg bei der Challenge Melbourne wird sich außerdem Yvonne van Vlerken erneut im Renngeschehen zeigen. Als einzige deutsche Profiathletin geht in Geelong Mareen Hufe an den Start.