Bittner und van Vlerken greifen früh an

Auch abseits Dubais nimmt die Triathlon-Saison langsam Fahrt auf: In Panama will Luke McKenzie erstmals in dieser Saison in Erscheinung treten, in Melbourne steigen Per Bittner und Yvonne van Vlerken frühzeitig in die Saison ein.

Von > | 28. Januar 2016 | Aus: Szene

Yvonne Van Vlerken

Yvonne van Vlerken gewinnt die Challenge Roth 2015

Foto > Michael Rauschendorfer / triaphoto

Sie haben das vergangene Jahr spät beendet, ins neue starten sie dafür umso früher: Am 13. Dezember starteten Per Bittner und seine niederländische Lebensgefährtin Yvonne van Vlerken noch beim Ironman-70.3-Rennen in Ballarat, nachdem sie eine Woche zuvor schon über die volle Distanz beim Ironman Western Australia gestartet waren. Nun, nur etwas mehr als einen Monat später, ist die Saisonpause des Duos bereits wieder vorbei - und das nächste Rennen steht auf dem Plan: In Melbourne wollen van Vlerken und Bittner, die in diesem Jahr gemeinsam in Australien überwintern, am Wochenende über die Mitteldistanz um den Sieg kämpfen.

Bittner trifft auf Griffin

Das wird für beide aber ein schwieriges Unterfangen. Denn Per Bittners Hauptkonkurrent hat nicht nur den Vorteil, bereits zu wissen, wie es sich anfühlt, in Melbourne zu gewinnen, sondern stammt auch noch selbst aus der Region: Vorjahressieger Leon Griffin hat seinen Start auch in diesem Jahr wieder angekündigt und zeigt sich vor dem Rennen optimistisch, seinen Erfolg aus dem vergangenen Jahr wiederholen zu können. "Vielleicht bin ich nicht ganz so gut in Form wie letztes Jahr, weil ich mir in der Off-Season diesmal etwas mehr Pause gegönnt habe", erklärte Griffin. "Aber dafür bin ich sowohl körperlich, als auch mental sehr frisch und absolut bereit, am Renntag die vollen 100 Prozent abzurufen." Auch die Australier Tim Van Berkel und Josh Rix haben Chancen auf einen Erfolg bei dem Rennen, das als einziges größeres innerstädtisches Triathlonevent Australiens beworben wird.

Eine schwierige Mission steht auch Yvonne vav Vlerken bevor. Auch sie muss sich in Melbourne mit einer heimischen Athletin auseinandersetzen: Annabel Luxford ist in Melbourne zuhause und gilt, seitdem sie vor einigen Jahren von der ITU-Kurzdistanz auf die längeren Distanzen wechselte, als eine der stärksten Mitteldistanz-Athletinnen. Diesen Sprung muss Natalie van Coevorden erst noch schaffen: Die dünne Australierin, in den vergangenen Jahren immer wieder als Nachwuchshoffnung in die World Triathlon Series berufen, feiert ihr Debüt über die Mitteldistanz. Auch die Australierinnen Carrie Lester, Katy Duffield und Lisa Marangon werden in Melbourne ins Rennen gehen.

McKenzie in Panama

Gänzlich ohne Beteiligung deutscher Profiathleten geht der Ironman 70.3 Panama über die Bühne: Bei dem Rennen, das gleichzeitig als "Pan American Championship" gilt, gehören Oscar Galindez (ARG), Matt Chrabot (USA), RIchie Cunningham, Luke McKenzie, Tim Reed (alle AUS) und LionelSanders zu den Favoriten. Auch die Europäer Bruno Pais (POR) und Daniela Fontana (ITA) könnten in das Renngeschehen eingreifen. Auf Frauenseite dürften sich Sarah Haskins, Linsey Corbin, Dede Griesbauer, Liz Lyles und Laurel Wassner (alle USA) die größten Chancen auf einen Erfolg in Panama ausrechnen.