Challenge Roth Bracht jagt Bachor

Langstrecke | 8. Juli 2012
Nicht das Unternehmen "7:49 Stunden" des EM-Favoriten Timo Bracht ist nach zwei absolvierten Disziplinen das große Thema bei der Challenge Roth, sondern die starke Vorstellung des 27-jährigen Konstantin Bachor. Für den jungen Wolfsburger geht es jetzt auf der Marathonstrecke um Alles.
Wenn es abgeht, bin ich dabei“, hatte Konstantin Bachor im Vorfeld der Challenge Roth selbstbewusst angekündigt. Und der junge Wolfsburger hält Wort – jedoch anders als im Vorfeld vermutet. Bachor höchst persönlich ist es nämlich, der dafür sorgt, dass es an der Spitze abgeht. Bereits nach zweieinhalb Rennstunden stürmt er den berühmt berüchtigten Solarer Berg hinauf und bringt damit selbst den Streckensprecher kurz aus dem Konzept. „Der fährt gerade ganz in der Nähe der Weltbestzeit, die Andreas Kienle im Vorjahr aufgestellt hat“, sucht der Moderator den Vergleich mit zwei Weltklasseleistungen aus dem Vorjahr. Der starke Schwimmer und Radfahrer Georg Potrebitsch liegt hier – nach 70 Radkilometern – bereits gut 90 Sekunden zurück, sein Teamkapitän Timo Bracht sogar mehr als drei Minuten. Noch bedrohlicher allerdings für den Topfavoriten: Mit dem Neuseeländer Cameron Brown und James Cunnama aus Südafrika sind zwei der stärksten Läufer an seiner Seite.
Während Bracht seine Begleiter auch danach nicht abschütteln kann, macht Bachor an der Spitze weiter eindrucksvoll Boden gut. Nach zwei Dritteln der Radstrecke beträgt sein Vorsprung bereits knapp achteinhalb Minuten, nach 180 Kilometern gar über zehn. Immerhin: Bracht gelingt es, Brown, Potrebitsch und den Briten Stephen Bayliss bis zur Wechselzone in Roth noch abzuhängen. Gemeinsam mit Mike Aigroz (SUI) und Cunnama macht sich der laufstarke Eberbacher auf die Verfolgung Bachors – offensichtlich mit dem Ziel den Wolfsburger zu schocken. Allein auf den ersten vier Laufkilometern sind Bracht und Cunnama deutliche eineinhalb Minuten schneller unterwegs als der Führende.