Crawford siegt, Kramer knapp geschlagen

Christian Kramer hat in Taiwan seinen ersten Sieg in der 70.3-Serie knapp verpasst. Der Merseburger musste sich bei schwierigen Bedingungen im Westpazifik nur dem Neuseeländer Guy Crawford geschlagen geben. Das Rennen der Frauen ging an dessen Namensvetterin Gina Crawford.

Von > | 2. November 2015 | Aus: SZENE

Christian Kramer Hawaii 2015 | Christian Kramer - Hawaii 2015

Christian Kramer - Hawaii 2015

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Für Christian Kramer war das Rennen in Taiwan der erste Schritt Richtung Ironman-WM 2016 - nicht mehr, aber auch nicht weniger. Drei Wochen nach der Enttäuschung auf Big Island präsentierte sich der 32-Jährige am anderen Ende der Welt in guter Form. Gemeinsam mit dem späteren Sieger Guy Crawford kraulte er die knapp zwei Schwimmkilometer. Auch auf der wegen starken Windböen um mehr als zehn Kilometer verkürzten Strecke arbeitete das Duo gut zusammen. Die Entscheidung um den Sieg fiel erst sieben Kilometer vor dem Ziel als Crawford das Tempo verschärfte und Kramer abreißen ließ. Nuzr 116 Sekunden fehlten dem Deutschen letzlich zum ersten 70.3-Erfolg seiner Profikarriere. Den schnappte sich Crawford nach 3:33:43 Stunden.

Weiterer Sieg für Crawford 

Noch etwas knapper endete das Rennen der Frauen. Die Neuseeländerin Gina Crawford verspielte beim Radfahren ein Großteil ihres im Wasser erarbeiteten Vorsprungs auf Kate Bevilaqua (AUS). Doch die Australierin hatte beim Laufen nicht mehr die Kraft, um Crawford ernsthaft anzugreifen. So fügte die 34-Jährige ihre langen Erfolgsliste einen weiteren Sieg hinzu. Bevilaqua wurde Zweite, Landsfrau Dimity-Lee Duke landete auf dem dritten Platz.