Die schnellen Läufer holen auf – hat Vanhoenacker überzogen?

Titelverteidiger Marino Vanhoenacker liegt beim Ironman Frankfurt zu Beginn des Marathons weiter in Front. Doch der Belgier, der die 180 Kilometer auf dem Rad mit fast fünf Minuten Vorsprung beendete, verliert auf seine Verfolger an Boden.

Von > | 7. Juli 2013 | Aus: Szene

Jan Raphael

Jan Raphael beim Ironman Frankfurt 2012

Foto > Michael Rauschendorfer

Wie erwartet blies der Spanier Eneko Llanos direkt nach dem zweiten Wechsel zum Angriff auf Vanhoenacker. Gemeinsam mit Jan Raphael löste er sich von Ironman-Weltmeister Pete Jacobs und dem Belgier Axel Zeebroek. Fünfter ist momentan Andi Böcherer, der nach sechs Kilometern 3:39 Minuten hinter dem Führenden läuft. Raphael und Llanos halbierten ihren Rückstand und liegen knapp zwei Minuten hinter Vanhoenacker.

Auch die deutschen Mitfavoriten Michael Raelert und Sebastian Kienle liegen auf den Plätzen sieben und acht noch gut im Rennen – allerdings mit unterschiedlichen Vorzeichen. Während der Berliner Raelert auf dem Rad abreißen lassen musste, fuhr Kienle zwar nicht schneller aber insgesamt konstanter. Beide konnten gleich auf den ersten Laufkilometern Boden auf den Führenden gut machen und liegen 7:41 bzw. 8:59 Minuten hinter dem Mann an der Spitze.

Vanhoenacker hatte auf der Radstrecke das Feld dominiert und nach und nach den Vorsprung auf eine Sechsergruppe vergrößern können. Bei den Verfolgern zeigte sich vor allem Böcherer häufig an der Spitze, während sich Jacobs und Llanos taktisch zurückhielten.

Beim Schwimmen waren am Morgen nach 3,8 Kilometern 23 Athleten fast zeitgleich aus dem Langener Waldsee vor den Toren Frankfurts gestiegen. Ein kurzer Endspurt verhalf Harry Wittshire zur schnellsten Schwimmzeit. Genau 46:00 Minuten benötigte der Brite, der mit Ausnahme von Kienle alle Mitfavoriten im Schlepptau in die erste Wechselzone führte. Kienle beendete das Schwimmen nach 49:26 Minuten.