Dochertys dominantes Ironman-Debüt

Der Neuseeländer Bevan Docherty hat in seiner Heimat ein beeindruckendes Langdistanz-Debüt gezeigt und den Ironman Neuseeland mit neuem Streckenrekord an sich gerissen. Bei den Frauen dominierte die US-Amerikanerin Meredith Kessler das Rennen vom Startschuss bis ins Ziel.

Von > | 2. März 2013 | Aus: SZENE

Bevan Docherty | Bevan Docherty

Bevan Docherty

Foto >Delly Carr / triathlon.org

Er sei sich nicht sicher, ob er wirklich fit genug für seine erste Langdistanz sei, stapelte Bevan Docherty noch kurz vor dem Start tief. Und fand auch hinterher seine Taktik nicht wirklich gelungen. Beim Schwimmen hatte sich der zweifache Medaillengewinner bei Olympischen Spielen an die Füße des Esten Marko Albert gehängt. Zu zweit brummten sie der durchaus namhaften Konkurrenz um den zehnmaligen Sieger Cameron Brown und seinen Landsmann Terenzo Bozzone schon beim Schwimmen einen Rückstand auf, den diese bei besten Bedingungen auch auf dem Rad nicht mehr wettmachen konnten. "Zu schnell" sei Albert ihm eigentlich geschwommen, gab Docherty später zu. Vielleicht hielt er sich deshalb auf den ersten zwei Dritteln der Radstrecke zurück und übernahm keine Initiative - er folgte einfach Albert in regelkonformem Abstand. Erst am Ende der 180 Kilometer setzte sich der 35-Jährige von seinem Begleiter ab und nahm einen knapp zweiminütigen Vorsprung mit in den ersten Marathon seines Triathlonlebens. Dieses Polster hätte er gar nicht gebraucht, denn in 2:49:46 Stunden ließ er den mit Abstand schnellsten Laufsplit des Tages folgen und gewann nach 8:15:35 mit neuem Streckenrekord. Albert folgte fast zehn Minuten später, der mittlerweile 40-jährige Routinier Cameron Brown musste sich diesmal mit Rang drei begnügen.

Kessler unschlagbar

Auch in Frauenrennen kündigte sich früh ein Zweikampf an - allerdings unter anderen Voraussetzungen. Die US-Amerikanerin Meredith Kessler setzte die eigentlich als starke Schwimmerin bekannte Neuseeländerin Gina Crawford sofort unter Druck, als sie sich an die Fersen des später ausgestiegenen Ironman-70.3-Weltmeister von 2008, Terenzo Bozzone, heftete und bereits in der Auftaktdisziplin ein vierminütiges Zeitpolster herausschwamm. Auf dem Rad baute sie diesen Vorsprung so weit aus, dass Crawford auch beim Marathon keine Chance mehr hatte und sich am Ende mit knapp vier Minuten Rückstand und Rang zwei begnügen musste. Dritte wurde die Neuseeländerin Candice Hammond, allerdings bereits mit einer Viertelstunde Rückstand.