Fachbach und Potrebitsch beim Klassiker in Almere

Nach dem Sieg von Susan Blatt im vergangenen Jahr greifen Markus Fachbach und Georg Potrebitsch bei der Challenge Almere an diesem Wochenende nach einem weiteren deutschen Titel. Beim Ironman Wales dürfte der Sieg nur über Fraser Cartmell gehen, Down Under kämpfen Pete Jacobs, Brad Kahlefeldt, Gina Crawford und Caroline Steffen um die Krone des Ironman 70.3 Sunshine Coast.

Von > | 12. September 2014 | Aus: SZENE

Kraichgau 2014 - 20 | Auch Markus Fachbach und ...

Auch Markus Fachbach und ...

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Gäbe es im Triathlon verlässliche Gesetzmäßigkeiten müsste sich Markus Fachbach über den Ausgang der Challenge Almere am kommenden Wochenende keine Sorgen machen. Nach seinem vorzeitigen Aus bei der Challenge Roth wäre der 31-Jährige nach seiner Berg-und-Talfahrt 2014 wieder mit einem Topergebnis dran. Die Voraussetzung dafür schuf Fachbach in Fuschl am See. Körperlich habe er sich schnell erholt, erklärt der Kadenbacher auf seiner Website optimistisch. Allerdings habe es eine Weile gedauert bis der Kopf wieder richtig mitgespielt hat, so Fachbach weiter. Ein Sieg beim Klassiker in Almere wäre zugleich der ETU-Europameistertitel auf der Langdistanz. Den will auch Georg Potrebitsch, der in dieser Saison sehr sparsam mit seiner Energie gehaushaltet hat. Neben dem vierten Platz beim Ironman 70.3 Haugesund und einem neunten Rang in Rapperswil steht für den Profi vom Powerhorse Triathlon Team noch der zweite Platz beim ICAN Nordhausen zu Buche. Wie man in Almere gewinnt, weiß der 30-Jährige allerdings. Nach dem Langdistanz-WM-Titel in seiner Altersklasse 2008 gewann er im Jahr darauf die Gesamtwertung eines der ältesten Triathlons in Europa. Doch Potrebitsch ist nicht der einzige ehemalige Almere-Champion, der für das Rennen am Wochenende gemeldet hat. denn in der Startliste stehen der viermalige Sieger Gerrit Schellens und Titelverteidiger Bart Colpaerts, beide aus Belgien. Bei den Frauen dürften Heleen bij de Vaate und die Weinheimerin Celia Kuch, 2013 in Vichy Langdistanz-Vize-Europameisterin, den Titel unter sich ausmachen. Die Siegerin tritt das Erbe von Susan Blatt an. Die Darmstädterin erwartet Nachwuchs und hat ihre Saison beendet. Insgesamt haben mehr als 500 Profis und Amateure gemeldet.

Ironman Wales: Favoritenrolle bei Cartmell und Lewis

Ein übersichtliches Profifeld kämpft am Sonntag um die ersten europäischen Punkte für das Kona Points Ranking 2015, das nach dem Sieg bei der 70.3-WM in Mont Tremblant aktuell vom Spanier Javier Gómez angeführt wird. Bei der vierten Auflage des Rennens in Pembrokeshire geht der Schotte Fraser Cartmell nicht nur mit Startnummer 1, sondern auch als haushoher Favorit an den Start. Alles andere als ein Sieg des 32-Jährigen wäre eine Überraschung. Einzig der Österreicher Daniel Niederreiter, im vergangenen Jahr hinter Scott Neyedli Zweiter, dürfte beim Ironman Wales mit Cartmell mithalten können. Bei den Frauen wird die Nachfolgerin von Lucy Gossage wohl wieder aus Großbritannien kommen. Tamsin Lewis ist nicht nur auf dem Papier die stärkste der fünf gemeldeten Profifrauen - unter ihnen auch die Deutschen Julia Bohn und Katharina Grohmann.

Kona-Test: Jacobs und Steffen beim 70.3 Sunshine Coast

Beim Ironman 70.3 Sunshine Coast will Pete Jacobs endlich wieder an seine Erfolge vergangener Tage anknüpfen. Seit dem Hawaiisieg 2012 gelang dem Australier nicht mehr viel. Der Premierentitel an der Sunshine Coast war 2013 ein Hoffnungsschimmer, doch auch danach kämpfte Jacobs immer wieder mit Verletzungssorgen und gegen Formschwankungen. Wirklich in Schwung kam der 32-Jährige seit dem Coup in Kailua-Kona noch nicht wieder. In seiner Heimat trifft er am Sonntag unter anderem auf den Vorjahreszweiten Clayton Fettell, Brad Kahlefeldt, Courtney Atkinson, Luke Bell und David Dellow (alle Australien). Gleich zwei Hawaiistarter haben für die Profikonkurrenz der Frauen gemeldet. Neben Titelverteidigerin Gina Crawford (NZL) setzt auch die Schweizerin Caroline Steffen in ihrer Wahlheimat vier Wochen vor der Ironman-WM noch einmal einen Wettkampfreiz. Außerdem dabei: die Vorjahresdritte Kiyomi Niwata (JPN), die Tschechin Radka Vodickova und Carrie Lester (AUS).