Ironman Lanzarote Faris Al-Sultan: "Abartige Schmerzen bei der Rennerei"

Langstrecke | 18. Mai 2013
Dass der Ironman Lanzarote kein Spaziergang werden würde, war Faris Al-Sultan vor dem Start klar. Der 35-jährige Münchner hatte seine Gegner und die harte Strecke jederzeit im Griff. Nur seine Muskulatur wollte nicht die ganze Zeit so wie er.
Faris Al-Sultan, herzlichen Glückwunsch zum Sieg. Zehn Minuten Vorsprung klingen komfortabel. Wie komfortabel war es wirklich?
Das Rennen war sehr sehr hart. Ich hatte den Eindruck, dass es draußen ziemlich windig war. Klar ist ein Ironman immer hart, aber bei diesem Wind und den vielen Höhenmetern tut es natürlich extra weh. Ich war nicht in tausendprozentiger Verfassung und hatte abartige Schmerzen bei der Rennerei. Kreislaufmäßig hatte ich keine Probleme, aber muskulär war ich am Ende. Das hat mich ziemlich mitgenommen.

Mit welcher Taktik sind Sie in den Marathon gegangen?
Es gab keine Taktik, außer dass ich versucht habe, möglichst schnell einen brauchbaren Rhythmus zu finden. Ich hatte acht Minuten Vorsprung und wusste, dass ich irgendwas zwischen 2:55 und 3:05 Stunden laufen kann. Und dachte mir, wenn der Spanier da noch acht Minuten schneller läuft als ich, hat er den Sieg auch verdient. Es hätte mich aber echt gewundert, wenn er das zugelaufen hätte.

Welchen Stellenwert hat dieser siebte Ironmantitel für Sie?
Lanzarote ist ein ganz besonderes Rennen, weil es einfach so hart ist, weil du es alleine machen musst. Es ist eine Belohnung für den Kopf und ich bin sehr sehr glücklich, dass ich das Rennen gewonnen habe.