Farlow siegt, deutsche Frauen vorn

Der Australier Aaron Farlow hat bei der Challenge Wanaka souverän den Titelverteidiger Jamie White (NZL) entthront. Bei den Frauen belegten mit Britta Martin und Simone Maier hinter Siegerin Gina Crawford zwei Deutsche Athletinnen die Plätze zwei und drei.

von | 21. Januar 2012 | Aus: Szene

Aaron Farlow

Aaron Farlow

Foto > Team TBB

Er ist einer der aufstrebenden Langdistanzler auf internationalem Triathlonparkett: Bei der Challenge im neuseeländischen Wanaka zeigte Aaron Farlow zum zweiten Mal in seiner Karriere seiner Konkurrenz die Fersen. Zwar musste der Sieger des Ironman UK 2011 nach dem Schwimmen einem zweieinhalbminütigen Rückstand auf die beiden Neuseeländer Kieran Doe und Bryan Rhodes hinterherjagen, nach etwa 70 der 180 anspruchsvollen Radkilometer hatte er die Ausreißer aber bereits gestellt. Während Rhodes nach zwei Reifendefekten ausstieg, wehrte sich Doe lange Zeit tapfer gegen die Angriffe des Australiers. Doe litt allerdings noch unter den Verletzungen eines Trainingsunfalls am 12. Januar und musste seinen Kontrahenten auf den letzten 30 Kilometern schließlich fahren lassen. Mit zwei Minuten Vorsprung und der Radbestzeit im Gepäck ließ Farlow auf der fordernden Laufstrecke am Lake Wanaka auch beim Marathon die Tagesbestzeit folgen und durfte sich nach 8:41:53 Stunden zum ersten Mal als Gewinner der Challenge Wanaka feiern lassen. Vorjahressieger Jamie Whyte (NZL) fing seinen Landsmann Doe mit solider Laufleistung noch ab und sicherte sich Rang zwei. Bester Deutscher wurde der ehemalige Wanaka-Sieger Marc Pschebizin als Siebter.

Martin schnuppert am Sieg

Bei den Frauen war die Favoritenrolle klar: Die Neuseeländerin Gina Crawford bestritt zwar ihr erstes Rennen nach einer Babypause, hatte in Wanaka aber bereits drei Siege auf dem Papier stehen und gehörte vor ihrer Schwangerschaft zur Weltspitze auf der Langdistanz. Dass die schnelle Schwimmerin das Rennen dann auch von Anfang an bestimmte, überraschte deshalb keinen. Eher schon, dass die seit 2007 in Nelson, Neuseeland wohnende Deutsche Britta Martin ihre erste Verfolgerin war. Nach mäßigem Schwimmen setzte die ehemalige Radfahrerin zur Verfolgungsjagd an und kam bis zur zweiten Wechselzone bis auf dreieinhalb Minuten heran. Mit beinahe identischen Marathonzeiten von Crawford und Martin blieb dieser Abstand bis ins Ziel gleich. Dritte wurde mit Simone Maier ebenfalls eine nach Neuseeland ausgewanderte Deutsche. Maier verteidigte damit ihren Rang aus dem Vorjahr.

Nis Sienknecht Challenge Wanaka, Frauen

22. Januar 2012, Wanaka (Neuseeland)

3,8 km Swim 180 km Bike 42,2 km Run Gesamt

1

Gina Crawford

NZL

54:21

5:24:10

3:17:16

9:44:06

2

Britta Martin

GER

1:01:28

5:19:27

3:17:11

9:47:39

3

Simone Maier

GER

1:05:44

5:22:54

3:20:03

9:57:42

4

Candice Hammond

NZL

1:00:08

5:23:27

3:26:38

9:58:39

5

Julia Grant

NZL

57:35

5:24:19

3:31:27

10:01:49

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Nis Sienknecht Challenge Wanaka, Männer

22. Januar 2012, Wanaka (Neuseeland)

3,8 km Swim 180 km Bike 42,2 km Run Gesamt

1

Aaron Farlow

AUS

50:43

4:44:51

3:02:41

8:41:53

2

Jamie Whyte

NZL

51:31

4:47:45

3:08:55

8:51:53

3

Kieran Doe

NZL

47:44

4:49:36

3:15:42

8:57:17

4

Courtney Ogden

AUS

51:38

5:04:45

3:07:37

9:08:42

5

Jimmy Johnson

DEN

52:50

5:07:09

3:04:59

9:09:05

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