Göhner und Gajer auf Punktejagd

Während die einen mitten in der Vorbreitung auf die Ironman-Weltmeisterschaft am 12. Oktober stecken, beginnt für andere am Wochenende schon die Qualifikationsphase fürs nächste Jahr. Einige deutsche Profis, darunter Michael Göhner und Julia Gajer, sind am Sonntag beim Ironman Wales am Start, um sich die ersten wichtigen Punkte im Kona Pro Ranking zu sichern.

Von > | 5. September 2013 | Aus: SZENE

Michael Göhner beim Ironman Frankfurt 2013. | Michael Göhner beim Ironman Frankfurt 2013.

Michael Göhner beim Ironman Frankfurt 2013.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Vor Hawaii ist vor Hawaii, könnte man sagen. Denn auch wenn die Ironman-Weltmeisterschaften 2013 erst in fünf Wochen stattfinden, hat die Punktehatz für die 36. Auflage der WM schon 18. August beim Ironman Japan begonnen. Am kommenden Wochenende greifen die ersten deutschen Profis beim Ironman Wales in die Jagd nach Punkten fürs Kona Pro Ranking ein. Michael Göhner, der bei der diesjährigen Ticketvergabe leer ausging, will das mit 2.000 Siegpunkten dotierte Rennen gewinnen, um seine durchwachsene Saison vergessen zu machen. Am vergangenen Wochenende buchte der Reutlinger schon 300 Zähler auf seinem Kona-Konto ein. So ganz zufrieden war der mit dem 70.3-Rennen in Zell am See-Kaprun und seinem fünften Platz dennoch nicht. Ein Radsturz auf den regennassen Straßen verhinderte eine Platzierung weiter vorn. Trotzdem dürfte die Regenschlacht im Salzburger Land eine gute Vorbereitung auf die zu erwartenden widrigen Wetterverhältnisse in Wales.

Heißes Eisen im Feuer

Die deutschen Profifrauen feierten im Premierenjahr 2011 in Pembrokeshire gleich einen Dreifachsieg: Kristin Möller, Anja Beranek - damals noch unter ihrem Mädchennamen Ippach - und Imke Schiersch belegten damals die Plätze eins bis drei. Die Chancen, dass in diesem Jahr wieder eine Deutsche um den Sieg mitkämpft, stehen gut. Denn mit Julia Gajer, die bei der Challenge Roth dreimal in Folge unter die besten drei kam und in Wales erst ihre vierte Langdistanz bestreitet, ist eine heiße Anwärterin aufs Podium am Start. Doch in Pembrokeshire ist nicht nur Top-Speed, sondern auch eine große Portion Siegeswillen gefragt: zu kühl und zu windig kann es am Renntag auf dem schweren Kurs werden.