Craig Alexander (beim Ironman auf Hawaii 2011)

Frank Wechsel / spomedis

Craig Alexander
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Ironman 70.3 Vineman, Lake Stevens und Racine Halbe Distanz, volle Starpower

Langstrecke | 12. Juli 2012
Kommendes Wochenende, so könnte man meinen, stehen die Vereinigten Staaten ganz im Zeichen des Ironman 70.3 - und der australischen Athleten: Die drei Wettkämpfe in Kalifornien, Wisconsin und Washington locken Stars aus Down Under wie Craig Alexander, Paul Ambrose und Rebekah Keat.
Ein starkes Profifeld versammelt sich am Sonntag am Ufer des Russian River im kalifornischen Sonoma County. Bei einem der ältesten Mitteldistanz-Triathlons der USA gibt es immerhin 750 Punkte für das Kona Pro Ranking (KPR), über das sich die Profiathleten für die Langdistanz-Weltmeisterschaften auf Hawaii qualifizieren müssen. Neben rund 2.200 Altersklassen-Athleten wird die letztjährige Roth-Dritte Rebekah Keat (AUS) ebenso auf Punktejagd gehen wie Timo Brachts ehemaliger Commerzbank-Teamkollege Maik Twelsiek und der Zweite des Ironman 70.3 Cairns, Luke McKenzie. Die Sportler erwartet eine Schwimmstrecke mit zweimaligem Landgang und ein welliger, aber nicht zu schwerer Radkurs, unter anderem durch das Weinbaugebiet Chalk Hill, auf dessen kalkweißen Boden Reben für Chardonnay und Sauvignon Blanc gedeihen. Abschließend geht es - eher mit Isogetränk als Rebensaft im Bauch - auf die drei Laufrunden mit flachem bis leicht welligem Profil.

Craig Alexander vs. Paul Ambrose

Der amtierende 70.3- und Langdistanzweltmeister Craig Alexander (AUS) gibt sich dagegen am anderen Ende des Kontinents, am Lake Michigan in Wisconsin, die Ehre. Auch wenn es ihm, der seinen diesjährigen Hawaii-Slot sicher hat, weniger um die 500 KPR-Punkte gehen dürfte, wird er wohl alles daran setzen, seinen achten Rang vom letzten Jahr durch einen Sieg zu ersetzen. Ein Vorhaben, bei dem Paul Ambrose (AUS), der das Rennen 2011 gewann, ein Wörtchen mitzureden haben dürfte. Zumal er es schon jetzt kaum erwarten kann, nach dem Schwimmen im Lake Michigan und der wellig bis hügeligen Radstrecke auf den Laufkurs zu stürmen, den er vergangenes Jahr mit fünf Minuten Vorsprung unter die Sohlen nahm: "Das ist ein toller Mix aus Landschaft und anspruchsvollem Terrain", so der Ironman Australia-Sieger im Vorfeld. "Er stimuliert den Kopf und fordert den Körper."

Arbeiten im Urlaubsgebiet

Ihren Körper dort fordern, wo andere Urlaub machen, werden die Athleten beim Ironman 70.3 Lake Stevens im Bundesstaat Washington. Bei der siebten Austragung des Rennens im Erholungsgebiet rund um den kristallklaren Bade- und Angelsee möchten unter anderem Vorjahressieger Luke Bell (AUS) und der ehemalige ITU-Langdistanz-Weltmeister Timothy O'Donnell (USA) nach den Hügeln des Snohomisch County das Podium erklimmen und mit 500 KPR-Punkten im Gepäck nach Hause fahren.