Hufe und Thomschke überraschen, Raelert verletzt

Mit Siegen von Elizabeth Lyles (USA) und Jeremy Jurkiewicz (FRA) ist im australischen Busselton das Ironmanjahr 2013 zu Ende gegangen. Topfavorit Andreas Raelert erlebte ein Déjà-vu - der Rostocker musste das Rennen beim Radfahren verletzungsbedingt aufgeben. In die Bresche sprangen die Deutschen Markus Thomschke und Mareen Hufe, die das Saisonfinale jeweils auf dem zweiten Platz beendeten.

von | 8. Dezember 2013 | Aus: Szene

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Ironman Western Australia

Foto > FinisherPix.com

Die Reise um die halbe Welt war umsonst. Andreas Raelert kehrt mit leeren Händen vom Ironman Western Australia zurück. Dabei hatte das Rennen in Busselton vielversprechend begonnen. Nur etwas mehr als eine Minute büßte der Sieger des Ironman Austria im Wasser auf Luke Bell (AUS) und Jeremy Jurkiewicz (FRA) ein. Auch bei Radkilometer 60 lag Raelert zumindest noch in Schlagdistanz zur Spitze. Wenig später dann das Aus. Nach einem behobenen Defekt stieg er zunächt wieder auf, um kurz darauf - offenbar mit den gleichen Problemen wie beim Ironman Hawaii im Oktober - sein Rad am Straßenrand abzustellen.

Jurkiewicz von vorn, Thomschke von hinten

Einen überragenden Tag erwischte der Franzose Jeremy Jurkiewicz. Nach 8:08:16 Stunden feierte der frühere Teamkollege von Faris Al-Sultan in Australien seinen zweiten Ironmantitel nach 2011 in Wales. Vom Start bis ins Ziel drückte er der Konkurrenz sein Tempo auf. Beim Schwimmen konnte das allein der Australier Luke Bell halten. Auf dem Rad war der Sechste der Ironman-EM in Frankfurt 2012 zwar nicht der schnellste, dennoch schaffte er es, seine Führung bis zum zweiten Wechsel behaupten. Bell beendete das Rennen wie Raelert auf der Radstrecke und ebnete Jurkiewicz damit endgültig den Weg zum Sieg. In 2:48:18 Stunden zauberte der dann noch den besten Marathon auf den flachen Kurs an der australischen Westküste und verdiente sich so den 28. und letzten Ironmansieg des Jahres.

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Jeremy Jurkiewicz jubelt in Busselton über den zweiten Ironmansieg seiner Karriere.

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Im Schatten von Andreas Raelert war Markus Thomschke nach Busselton gereist. Und der Ostsachse machte es besser als sein prominenter Landsmann. Von den sechs Minuten, die er beim Schwimmen auf Jurkiewicz verlor, holte sich der 29-Jährige beim Radfahren zwei zurück.
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Starker Zweiter: Markus Thomschke

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Gemeinsam mit David Dellow ging es auf dem fünften Platz zum Laufen. Dort schob sich Thomschke noch bis auf den zweiten Platz nach vorn und feierte nach dem vierten Rang beim Ironman Wales im September den größten Erfolg seit seinem Wechsel ins Profilager. Dellow komplettierte das Podium drei Minuten hinter Thomschke.

Ironman Western Australia | Männer

8. Dezember 2013, Busselton (AUS)

Name Nation Gesamt 3,8 km Swim 180 km Bike 42,195 km Run

1

Jeremy Jurkiewicz

FRA

8:08:16

47:03

4:29:17

2:48:18

2

Markus Thomschke

GER

8:16:01

53:17

4:27:16

2:51:23

3

David Dellow

AUS

8:19:10

48:16

4:32:34

2:54:26

4

Todd Israel

AUS

8:22:39

49:43

4:36:07

2:52:18

5

Matty White

AUS

8:25:29

53:13

4:27:14

3:01:46

6

Matt Burton

AUS

8:25:42

54:16

4:25:25

3:01:57

7

Alex Reithmeier

AUT

8:34:52

48:19

4:36:35

3:05:59

8

Guy Crawford

AUS

8:36:31

48:14

4:32:03

3:12:42

9

Benjamin Williams

USA

8:41:19

53:33

4:48:43

2:55:26

10

Josh Rix

AUS

8:42:43

49:49

4:33:39

3:15:05

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Hufe schnuppert am Sieg

Wie im Rennen der Männer mussten sich auch bei den Frauen die im Vorfeld als Favoriten gehandelten Profis geschlagen geben. Rebecca Hoschke gab nach zwei von drei Radrunden auf, Kate Bevilaqua kam zwar zum zweiten Wechsel, ließ ihre Laufschuhe aber unbenutzt stehen. Elizabeth Lyles dürfte das egal gewesen sein. Ein Marathon knapp über drei Stunden reichte der US-Amerikanerin um den ersten Ironmansieg ihrer Karriere einzufahren. Zwischenzeitlich schnupperte aber noch eine andere an ihrem ersten Ironmantitel. Mareen Hufe fuhr in 4:47:53 Stunden die mit Abstand schnellste Radzeit des Tages, wechselte drei Minuten vor Lisa Marangon (AUS) und fast acht auf Lyles in die Laufschuhe. Dort hielt die Rheinländerin zwar Marangon auf Distanz - gegen Lyles war sie am Ende aber chancenlos. Noch vor dem Halbmarathon musste Hufe die spätere Siegerin passieren lassen. Die knackte am Ende sogar noch die 9-Stunden-Marke.

Ironman Western Australia | Frauen

8. Dezember 2013, Busselton (AUS)

Name Nation Gesamt 3,8 km Swim 180 km Bike 42,195 km Run

1

Elizabeth Lyles

USA

8:59:44

57:11

4:58:21

3:00:37

2

Mareen Hufe

GER

9:08:00

59:49

4:47:53

3:16:24

3

Lisa Marangon

AUS

9:19:29

54:10

4:56:20

3:24:29

4

Michelle Bremer

NZL

9:25:58

59:41

4:58:20

3:24:00

5

Melanie Burke

AUS

9:27:08

1:05:08

4:59:29

3:17:43

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