Jan van Berkel hat den Sprung auf die Langdistanz erfolgreich gemeistert.

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Jan van Berkel hat den Sprung auf die Langdistanz erfolgreich gemeistert.
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Jan van Berkel "Ich will 2015 um den Hawaii-Sieg kämpfen"

Langstrecke | 13. November 2012
Jan van Berkel hat sich 2012 nach gescheiterter Olympia-Qualifikation den längeren Triathlonstrecken gewidmet. Und der 26-jährige Schweizer zeigte gleich in seiner Premierensaison, dass man in Zukunft mit ihm rechnen muss. Dass er selbst das tut, offenbaren seine Pläne für die kommenden Jahre.

Jan van Berkel, Sie haben in diesem Jahr den Wechsel von der kurzen auf die Langdistanz vollzogen, war die lange Triathlonvariante schon immer Ihr Ziel?

Es war schon immer meine Faszination. Meine Trainer sprachen mir immer das Talent für die Langdistanz zu, ich wollte mich aber unbedingt für London qualifizieren. Olympia ist und bleibt der größte Sportanlass der Menschheit. Im Nachhinein waren meine Jahre mit dem Olympiazirkus aber keine verpasste Zeit, sondern die perfekte Schule zum Erlernen der feinen Kunst des Triathlons und schlicht eine tolle Zeit!
Steckbrief
 
Name: Jan van Berkel
Geburtstag: 27.03.1986
Wohnort: Winkel (SUI)
Trainer: John Hellemans
Größte Erfolge:
2. Pl. Ironman Switzerland 2012
1. Pl. Ironman 70.3 Irland 2012
2. Pl. Ironman 70.3 Miami 2012

Mit ersten und zweiten Plätzen bei Ironman-70.3-Rennen und Rang zwei beim Ironman-Debüt in Zürich haben Sie erste Ausrufezeichen gesetzt. Warum liegen Ihnen die längeren Strecken?

Es ist der Kampf gegen mich selbst und nicht der Kampf gegen Andere. Damit hatte ich im ITU-Zirkus immer Probleme, ich fühlte mich bei den Schwimmstarts nicht wohl. Die "Prügelei" entspricht nicht meiner Natur, ich empfinde die notwendige Härte des Schwimmens im Mittelfeld eines ITU-Rennens als an der Grenze zu unfair. Bei den Langdistanzrennen gehe ich viel mehr von meinem eigenen Rennen aus, führe den inneren Dialog. Das entspricht mir. Ich liebe, was ich tue und deshalb bin ich momentan erfolgreich.

Mit dem Ironman Arizona steht Ihre zweite Langdistanz kurz bevor, mit welchem Ziel gehen Sie an den Start: Lernen oder Punkte sammeln für Hawaii 2013?

Lernen! Alle meine Ironmanrennen stehen unter diesem Zeichen: Wattdaten sammeln, Durchgangszeiten sammeln. Aus diesen Daten erhoffe ich mir Rückschlüsse auf die richtige Vorbereitung und Trainingsinhalte für meine Ironman-Leistung und will letztendlich die richtigen Anpassungen für mein Training finden. Wenn in diesem Prozess auch ein paar Kona-Punkte abfallen, ist das ein gutes Nebenprodukt. 

Wie sieht Ihre langfristige Planung aus?

Mein großes Ziel ist Hawaii 2015. Dann will ich bereit stehen für den Kampf um den Sieg. Als Schweizer und Zürcher insbesondere ist der Ironman in Zürich für mich natürlich auch eine Herzensangelegenheit.

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