Ironman-Europameisterin Pedersen im künstlichen Koma

Ironman-Europameisterin Camilla Pedersen liegt nach einem schweren Trainingsunfall mit Schädelfrakturen im künstlichen Koma. Die 30-jährige Dänin wurde bereits zweimal operiert. Nach Angaben der Ärzte in Odense ist ihr Zustand kritisch, aber stabil. Pedersen hatte sich durch ihren Sieg beim Ironman Germany in Frankfurt für die Ironman-WM am 12. Oktober auf Hawaii qualifiziert.

Von > | 4. September 2013 | Aus: SZENE

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Camilla Pedersen

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Binnen weniger Sekunden platzten gestern Abend die Hawaiiträume von Camilla Pedersen. Statt am 12. Oktober bei ihrer Kona-Premiere um den Sieg zu kämpfen, ringt die Dänin seit gestern um ihr Leben. Zu dem folgenschweren Unfall kam es während einer Trainingsausfahrt in Pedersens Heimatstadt Esbjerg. Wie das dänische Internetportal "Jydske Vestkysten" berichtet, liefen an einer leicht abschüssigen Stelle Kinder über die Straße. Pedersen versuchte der Gruppe auszuweichen, kam zu Fall und schlug mit dem Kopf auf den Asphalt. Sie wurde ins Universitäts-Klinikum von Odense gebracht und dort mittlerweile zweimal operiert. Nach Informationen des Dänischen Triathlonverbands "Dansk Triatlon Forbund" zog sich die Überraschungs-Europameisterin von Frankfurt bei dem Aufprall schwere Schädelfrakturen und Hirnblutungen zu. Die Ärzte haben die 30-Jährige in ein künstliches Koma versetzt, um den Druck aufs Gehirn zu reduzieren. "Ihr Zustand ist kritisch, aber stabil", erklärte Pedersens Trainer, der dänische Nationalcoach, Michael Krüger, der bei der Trainingsausfahrt nicht dabei war, gegenüber dänischen Medien. Man müsse nun bis zum Wochenende abwarten, um mehr sagen zu können.