Ironman Texas: Jan Raphael selbstbewusst

Jan Raphael geht am Wochenende beim Ironman Texas auf die Jagd nach seinem dritten Ironmansieg. Im Lone Star State trifft er unter anderem auf den aktuellen Roth-Sieger James Cunnama, den Schweizer Mathias Hecht und mindestens eine Handvoll hochkarätige Profikollegen, die ihn auf dem Weg zum Titel stoppen wollen.

Von > | 16. Mai 2013 | Aus: SZENE

Power Horse Team 7 | ... Jan Raphael ...

... Jan Raphael ...

Foto >Sabine Hütter

Mund abputzen, weitermachen! Mit dieser Devise hat sich Jan Raphael in den vergangenen Jahren in der internationalen Ironmanszene weit nach oben gearbeitet. Und gleich zu Beginn der Saison 2013 war der Kampfgeist des zweimaligen Ironmansiegers wieder einmal gefragt. Eigentlich wollte der 33-Jährige schon im März beim Ironman Melbourne den Grundstein für seinen nächsten Hawaiistart legen. Ein grippaler Infekt verhinderte die Reise nach Down Under und warf zugleich die Saisonpläne des Niedersachsen über den Haufen. Den verpassten Punkten nachtrauern, Hawaii abschreiben? Keine Option für Raphael. Den Blick nach vorn gerichtet, entschied er sich für den Start beim Ironman Texas. "Ich habe nach der Absage in Melbourne komplett neu aufgebaut", berichtet Raphael. Die Vorbereitung sei optimal verlaufen und er sei guter Dinge, absolut konkurrenzfähig zu sein. Das wird am Samstag auch nötig sein.

Raphael fokussiert, Ritter sagt ab

Mit James Cunnama ist nicht nur der amtierende Sieger der Challenge Roth, sondern zugleich einer der schnellsten Marathonläufer im Ironmanzirkus, in "The Woodlands" dabei. Und der Südafrikaner ist heiß. Nach dem enttäuschenden Aus bei seinem Heimrennen in Port Elizabeth Mitte April will auch er sein Punktekonto im Kona Pro Ranking aufpolieren. Er werde sein neues P5 (Cervélo) am Samstag fliegen lassen, twitterte Cunnama nach einer Trainingsausfahrt mit dem ebenfalls gemeldeten Ungarn Balasz Csoke, angriffslustig. Einen bringt er damit ganz sicher nicht aus der Ruhe. Er habe sich bisher nur wenig mit der Startliste beschäftigt, sagt Jan Raphael. "Weil ich immer gewinnen will", schiebt er hinterher. Ein gutes Rennen, Top-Tagesform und am besten den dritten Ironmansieg - nicht weniger hat Raphael als persönliches Ziel ausgegeben.

Unfreiwillig etwas kleinere Brötchen muss derzeit Christian Ritter backen. Nach seinem kapitalen Radsturz beim Ironman 70.3 St. George verzichtet der Leipziger auf das Rennen in Texas, ist mittlerweile schon wieder zu Hause. "Die Wundheilung verläuft ganz gut, leider habe ich hier und da noch einige Prellungen", so Ritter gegenüber tri-mag.de. Deshalb sei der Start gesundheitlich nicht sinnvoll. Mit dabei sein, wird dagegen der Schweizer Mathias Hecht, 2012 immerhin Dritter des Rennens im Süden der USA. Seine Generalprobe in St. George verlief zwar durchwachsen - Hecht landete 20 Minuten hinter Sieger Brent McMahon nur auf Platz 24 - dennoch dürfte auch er zumindest um einen Podestplatz mitlaufen.

Komplettiert wird das große Profifeld der Männer von den Deutschen Swen Sundberg und Christian Brader, dem schnellen Portugiesen Pedro Gomes, den US-Amerikanern Chris McDonald und Justin Daerr sowie den starken Briten Daniel Halksworth und Paul Amey.

Joyce fordert US-Duo heraus

Nicht ganz so breit, dafür sportlich ähnlich attraktiv, liest sich die Startliste der Profifrauen. Wie bei den Männern fehlt Vorjahressiegerin Mary Beth Ellis (USA). Dagegen haben Caitlin Snow und Amy Marsh, die Zweit- und Drittplatzierten von 2012 - wie Daerr und Hecht im Männerfeld - gemeldet. Herausgefordert werden die beiden US-Amerikanerinnen von der Britin Rachel Joyce, der Siegerin der Challenge Roth 2012 - die dritte und letzte Parallele zum Rennen der Männer. Die 18 weiteren gemeldeten Profis - darunter Hillary Biscay und die Ukrainerin Olesya Prystayko - dürften im Kampf ums Podium keine entscheidende Rolle spielen.