Ist Ryf noch stark genug für Pedersen, Cave und Blatchford?

Bei der Ironman 70.3-EM in Wiesbaden könnte die Titelverteidigerin Daniela Ryf kurz nach dem Doppelschlag bei der 5150-EM und dem Ironman Switzerland ihre Erfolgsserie fortsetzen. Dafür müsste sie aber starke Konkurrenz bezwingen. Zum Beispiel Leanda Cave, Camilla Pedersen, Liz Blatchford, Natascha Schmitt und Laura Philipp.

Von > | 6. August 2014 | Aus: SZENE

70.3 Switzerland - 19 | ... Dominatorin Daniela Ryf. Da kann auch ...

... Dominatorin Daniela Ryf. Da kann auch ...

Foto >Sebastian Kuhn / drehmomente.de

Die Schweizerin Daniela Ryf reitet zurzeit ganz oben auf der Erfolgswelle: Ende Juli gewann sie am Samstag EM-Gold auf der 5150-Kurzstrecke in Zürich und ließ am nächsten Tag bei ihrem Ironman-Debüt am gleichen Ort ihren ersten Langdistanztitel folgen. Nun hat sie die Ironman-70.3-EM in Wiesbaden auf dem Zettel und im September dann die Weltmeisterschaft über die gleiche Strecke. Als Titelverteidigerin muss man die 27-Jährige trotz der Langdistanz in den Knochen zu den Favoritinnen zählen.

Britisches Trio ist bereit

Leanda Cave | Leanda Cave will zurück in die Weltspitze.

Leanda Cave will zurück in die Weltspitze.

Foto >Canyon

Dazu gehören ebenfalls die Britinnen Leanda Cave, Liz Blatchford und Lucy Gossage. Alle drei sind vor allem auf der Ironmandistanz stark, können aber auch die halbe Strecke prägen. Während Cave, die Hawaii-Siegerin von 2012, sich nach vielen Verletzungs- und Krankheitssorgen langsam wieder nach oben kämpft, sind die Hawaii-Dritte von 2013, Blatchford, und Gossage dort gerade angekommen. Blatchford verteidigte ihren obersten Treppchenplatz beim Ironman Cairns, Gossage gewann in diesem Jahr den Ironman Lanzarote und war Zweite in Südafrika.

Pedersen, Schmitt und Philipp

Camilla Pedersen  | Camilla Pedersen war 2014 auf der Mitteldistanz bisher nicht zu schlagen.

Camilla Pedersen war 2014 auf der Mitteldistanz bisher nicht zu schlagen.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Die Britinnen sind aber nicht die einzigen starken Frauen im Wiesbaden-Feld: Die Dänin Camilla Pedersen ist nach ihrem unfallbedingten Koma tatsächlich wieder zurück an der Spitze und hat bereits einige Mitteldistanzen souverän für sich entschieden. Sie muss man ganz bestimmt auf der Rechnung haben. Auch die radstarke Kanadierin Angela Naeth und Rebekah Keat aus Australien sollte man nicht unterschätzen. Die deutschen Profis werden von Natascha Schmitt und Laura Philipp vertreten. Erstere hat sich am Wochenende bei ihrem Heimrennen, dem Frankfurt City Triathlon, mit einem zweiten Platz Selbstbewusstsein geholt. Philipp, deren Jahreshighlight die 70.3-EM sein wird, hat mit Rang vier bei der Challenge Kraichgau und dem vorzeitigen Gesamtsieg des Rhein-Neckar-Triathloncups bewiesen, dass ihre Form stimmt.