Jubelt Dreitz auch in der Schweiz?

Andreas Dreitz hat einen überragenden Saisonauftakt hinter sich: Sieg bei der Challenge Fuerteventura, Sieg beim Ironman 70.3 Mallorca. Räumt das Nachwuchstalent beim Ironman 70.3 in Rapperswil-Jona auch Schildknecht und Co. aus dem Weg? Außerdem am Start: Nicola Spirig, Anja Beranek, Bart Aernouts, Boris Stein, Michael Göhner, und, und, und ...

Von > | 29. Mai 2014 | Aus: SZENE

Andreas Dreitz Neo | Andreas Dreitz mit starkem Saisonauftakt 2014.

Andreas Dreitz mit starkem Saisonauftakt 2014.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Mit den beiden klaren Siegen des 25-jährigen Bayreuthers Dreitz hatten wohl nur wenige Experten gerechnet. Zwar hatte er zuvor schon sein Talent beim einen oder anderen Rennen angedeutet, sich aber für die Saison 2014 erstmalig ganz konzentriert unter Profibedingungen in Form gebracht. Und einige seiner Teamkollegen im Frühjahrstrainingscamp auf Fuerteventura beeindruckt. Unter anderem Andreas Raelert, der ihm auf Mallorca deutlich unterlag: "Wenn ich gekonnt hätte, wäre ich auf dem Rad natürlich mitgefahren. Aber Andy war eine Liga besser als wir anderen."

Und den riesigen Schwung Selbstvertrauen vom Triumph auf der Baleareninsel will der Youngster auch am Zürichsee nutzen: "Ich fühle mich bestens vorbereitet für das Rennen in Rapperswil und freue mich schon darauf. Ich komme mit viel Rückenwind in die Schweiz", so Dreitz gegenüber tri-mag.de. Er wolle zwar wieder sein eigenes Rennen machen, habe dabei aber vor allem die Schweizer Profis im Blick: "Natürlich werden sich die Schweizer um Ronnie Schildknecht, Ruedi Wild, Mike Aigroz und Jan van Berkel bei ihrem Heimrennen gut verkaufen wollen. Auch der Belgier Bart Aernouts möchte sich sicher für die Sechs-Minuten Radklatsche von Mallorca revanchieren." Aernouts kam ihm auf Mallorca noch am nähesten, hatte aber auf dem Rad den Anschluss verloren - auf einer Strecke, deren Profil dem in Rapperswil-Jona ähnelt und die Dreitz deshalb liegen dürfte. Der allerdings ist sich bewusst, das er nicht nur Aernouts und die Eidgenossen hinter sich lassen muss, wenn er den dritten Sieg in Folge einfahren will: "Dazu kommen noch einige deutsche und internationale Profis, die auch nicht zum Urlaub machen in die Schweiz kommen." Meinen dürfte er damit vor allem Boris Stein, Michael Göhner und Georg Potrebitsch.

Ronnie Schildknecht  | Ronnie Schildknecht will Zuhause für sein neues Uplace-BMC Pro Triathlon Team punkten.

Ronnie Schildknecht will Zuhause für sein neues Uplace-BMC Pro Triathlon Team punkten.

Foto >Kristen Stenzel

Spirig mit Doppelstart

Bei den Damen geht die Olympiasiegerin Nicola Spirig nach ihrer Babypause mit gemischten Gefühlen an den Start: "Ich habe mich sehr kurzfristig für den Start entschieden, also mit kurzer Vorbereitungsphase und aus dem Training heraus. Gerade auf dem Rad werde ich sicher nicht optimal vorbereitet sein und habe zu wenig Kilometer in den Beinen. Ich freue mich jedoch extrem auf den Start in Rapperswil", schreibt sie auf ihrer Facebookseite. Zusätzlich hat Spirig sich als kleines Warmup am Samstag noch ein 3.000-Meter-Rennen auf der Bahn vorgenommen. Sollte Spirig tatsächlich nach zwei Siegen in Rapperswil-Jona schwächeln, wären ihre Landsfrauen Celine Schärer und Daniela Ryf sowie die Deutschen Anja Beranek und Nicole Woysch, Michelle Vesterby aus Dänemark oder die ehemalige Zeitfahrweltmeisterin Emma Pooley aus Großbritannien sicher gern bereit, ihr den Siegerkranz abzunehmen.