Kienle, Frodeno und Co.: Als Sixpack nach Hawaii

Sechs deutsche Profis können ihre Sachen für Kona packen. Neben Jan Frodeno und Sebastian Kienle sicherten sich Roth-Sieger Nils Frommhold, Andreas Böcherer, Christian Kramer und Maik Twelsiek in der ersten Runde den Slot für die Ironman-WM am 10. Oktober.

Von > | 27. Juli 2015 | Aus: SZENE

Sebastian Kienle | Ironman Germany in Frankfurt 2015, Sebastian Kienle auf der Laufstrecke

Ironman Germany in Frankfurt 2015, Sebastian Kienle auf der Laufstrecke

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

In 76 Tagen fällt der Startschuss zum wichtigsten Rennen des Jahres. Und mindestens sechs deutsche Profimänner werden am 10. Oktober bei der Ironman World Championship in der Bucht von Kailua-Kona dabei sein. Mit den Ironmanrennen in Whistler und Calgary endete gestern die erste Qualifikationsrunde, sodass Ironman 40 der 50 heiß begehrten Slots vergeben konnte. Aus deutscher Sicht standen Ironman-Europameister Jan Frodeno und Weltmeister Sebastian Kienle ohnehin als Fixstarter fest. Nils Frommhold reichten die Punkte seines sechsten Platzes im Vorjahr sowie die Zähler aus Melbourne für die sichere Qualifikation. Andreas Böcherer katapultierte sich durch seinen Podestplatz in Frankfurt noch unter die Top 25, auch Christian Kramer wird wieder auf Big Island dabei sein. Er verdiente sich seinen Startplatz in Melbourne (4. Platz) und auf Lanzarote (2. Platz). Wieder mit von der Partie ist auch Maik Twelsiek. Der gebürtige Lemgoer schnappte sich Slot Nummer 36 derjenigen, die nicht über den Titel bei einer der Kontinental-Meisterschaften oder einen Hawaiisieg innerhalb der vergangenen fünf Jahre ins Feld kommen. Für die Schweiz werden Zürich-Rekordsieger Ronnie Schildknecht und Jan van Berkel auf Hawaii dabei sein. Michael Weiss vertritt das rot-weiß-rot der Österreicher.

Gómez und Alexander verzichten

Ironman-70.3-Weltmeister Javier Gómez, der über diesen Titel automatisch qualifiziert wäre, verzichtet in diesem Jahr noch auf seinen Start in Kona. Der Spanier konzentriert sich aktuell auf Rio de Janeiro, wo er im nächsten August nach zwei vergeblichen Anläufen in Peking und London Olympiasieger werden will. Als Hawaiichampion von 2011 ist Craig Alexander zwar qualifiziert. Da der Australier in der laufenden Saison bisher keinen Ironman absolviert hat, spricht Einiges dafür, dass Alexander am 10. Oktober nicht als Athlet am Start stehen wird.