Kienle, Raelert und Böcherer starten am Main

Roth hat den Hawaiisieger für sich begeistert - doch Frankfurt hat drei seiner Hauptkonkurrenten für das Unternehmen Titelverteidigung auf Hawaii für sich gewonnen: Wie schon im Vorjahr wollen Andreas Raelert, Sebastian Kienle und Andreas Böcherer am Main um den Sieg kämpfen.

von | 3. März 2016 | Aus: Szene

Ironman Frankfurt 2015 - Radfahren - 08

Ironman European Championships 2015 - Radfahren

Foto > Michael Rauschendorfer

Schon im vergangenen Jahr lieferte Kienle in Frankfurt ein starkes Rennen mit einer, vor allem angesichts der enormen Hitze, beeindruckenden Endzeit von 8:01 Stunden. Doch Jan Frodeno war noch schneller - und stellte Kienle damit wie beispielsweise auch bei den Ironman-70.3-Weltmeisterschaften in den Schatten. Im Vorjahr 2014 hatte Kienle selbst in Frankfurt und später auf Hawaii triumphiert und war damit der erste, dem das Double aus Ironman-EM und -WM im selben Jahr gelang. In diesem Jahr setzt der 31-Jährige alles daran, diesen Doppelerfolg zu wiederholen.

Ein Triathlon-Krimi?

Doch geschenkt bekommt Kienle den nicht, auch wenn Frodeno seine Startzusage für das Challenge-Rennen in Roth gegeben hat. Stattdessen muss sich Kienle, wie schon im vergangenen Jahr, mit Andreas Böcherer und dem frischen Vater Andreas Raelert messen. "Ich habe in Frankfurt mit dem Sieg 2010 einen der besten Momente meiner Triathlon-Karriere erleben dürfen, 2014 folgte dann mit meiner Aufgabe einer der bittersten. Für mich ist dieses Rennen neben Kona das große Highlight dieser Saison", erzählte Raelert. Aus den USA hat sich außerdem Timothy O'Donnell angekündigt, den Raelert bei seinem zweiten Rang beim Ironman Hawaii im vergangenen Jahr erst auf den letzten Kilometer noch vom Silberrang verdrängen konnte. "Das Rennen hat alle Zutaten für einen Krimi: Zwei Ex-Europameister, die für einen Sieg alles geben würden. Dazu: Offene Rechnungen untereinander und ein US-Amerikaner, der Europas Elite aufmischen will. Ich glaube, es wird eine Nervenschlacht und ein Leckerbissen für Triathlon-Fans", sagte Björn Steinmetz, der als Managing Director bei Ironman Deutschland arbeitet.