Heilbronn Kienle schlägt Böcherer und Bracht

Langstrecke | 13. Juni 2010
Nur eine Woche nach seinem kapitalen Sturz im Kraichgau hat sich Sebastian Kienle mit einem Sieg zurückgemeldet. Der 25-Jährige besiegte bei der Premiere des Citytriathlon Heilbronn Andreas Böcherer und Timo Bracht. Sonja Tajsich triumphierte bei den Frauen.
Als "katastrophal" bezeichnete Sebastian Kienle mit ein bisschen Abstand die Leistung in seiner schwächsten Disziplin, dem Schwimmen. Fast drei Minuten hatte der Badener bei der Premiere des Citytriathlon Heilbronn im Neckar auf die schnellsten verloren. Dass es dennoch zum Sieg reichte, verdankte er dieses Mal aber nicht nur seinem gefürchteten Raddruck, sondern vor allem einer bärenstarken Leistung beim Laufen.

Gelungener Auftakt für Unger

Nach drei missglückten Auftritten in der World Championship Series der weltbesten Kurzdistanz-Athleten suchte Daniel Unger bei der Premiere in Heilbronn nicht nur Ablenkung, sondern auch eine neue Herausforderung. Und die erste, wenn auch etwas verkürzte, Mitteldistanz begann für den Weltmeister von 2007 vielversprechend: 25:16 Minuten brauchte der Oberschwabe für die Zwei-Kilometer-Wendepunktstrecke im Neckar. Knapp vor dem Freiburger Andi Böcherer ging es für den 32-Jährigen auf die 70 Radkilometer. Cross-Spezialist Felix Schumann und der zweimalige Ironman-Europameister Timo Bracht folgten dem Führungsduo mit einem Rückstand von eineinhalb Minuten auf den welligen Radkurs durchs Heilbronner Becken. Sebastian Kienle wechselte fast drei Minuten nach Unger und Böcherer.

Kienle mit Wut im Bauch

Mit ganz schön Wut im Bauch sei er in das Rennen gegangen, gestand Kienle eine Woche nach seinem schweren Sturz im Kraichgau. Diese ließ der 25-Jährige auf sportliche Art an seinen bedauernswerten Gegnern aus. In 1:41:46 Stunden jagte er unaufhaltsam durch die Hügel des Zabergäu, die wie das Kraichgau zum Trainingsrevier des Physikstudenten gehören. Das reichte, um Unger, Bracht und Schumann ein- und zu überholen. Allein Böcherer konnte die Attacke Kienles abwehren. Nur 90 Sekunden büßte der 27-Jährige auf seinen gefährlichsten Verfolger ein. Etwas mehr als eine Minute Vorsprung blieb dem Schwarzwälder, der zuletzt noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, vor dem abschließenden Lauf. Zu wenig für den Premierensieg. Denn Kienle legte auf dem reizvollen Laufkurs am Neckarufer und durch die Innenstadt von Heilbronn ein Tempo vor, dem Böcherer nichts entgegen zu setzen hatte. In 47:28 Minuten zauberte er die schnellste Laufzeit aller Starter auf den Asphalt. Selbst Timo Bracht, aktuell einer der stärksten Läufer der Ironmanszene, war 40 Sekunden langsamer. Unger büßte auf den 15 Kilometern knapp eine Minute auf den Sieger ein.
So setzte Kienle im Ziel des Citytriathlon Heilbronn nach 2:57:24 Stunden die erste Bestmarke einer gelungenen Auftaktveranstaltung. Böcherer scheint auf einem guten Weg Richtung Ironman Germany zu sein. Nach seinem zweiten Platz in Buschhütten überzeugte er auch in Heilbronn mit Rang zwei. Bracht sicherte Platz drei gegen Daniel Unger ab und sieht ebenfalls seine "Spur für Frankfurt gelegt". Unger hatte das Experiment "super viel Spaß gemacht". "Die Macher haben hier wirklich einen tollen Triathlon hingezaubert", freute sich der Bad Saulgauer.

Tajsich stark, Leder geschwächt

Als erste Frauensiegerin bejubelten die Zuschauer auf dem Heilbronner Marktplatz nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden Sonja Tajsich. Die Siegerin des Ironman Südafrika 2010 war auf dem Rad und beim Laufen mit Abstand am schnellsten und kompensierte damit ihren großen Rückstand nach dem Schwimmen problemlos. Große Schwierigkeiten hatte dagegen ihre vermeintlich schärfste Rivalin, die Darmstädterin Nicole Leder. Die 38-Jährige gab das Rennen schon nach 20 Radkilometern mit Kreislaufproblemen auf. Den Kampf um den zweiten Platz entschied überraschend Mignon Vatlach für sich, die ihr Polster vom Schwimmen und Radfahren bis ins Ziel gegen die erfahrenere Heidi Jesberger verteidigte.Als "katastrophal" bezeichnete Sebastian Kienle mit ein bisschen Abstand die Leistung in seiner schwächsten Disziplin, dem Schwimmen. Fast drei Minuten hatte der Badener bei der Premiere des Citytriathlon Heilbronn im Neckar auf die schnellsten verloren. Dass es dennoch zum Sieg reichte, verdankte er dieses Mal aber nicht nur seinem gefürchteten Raddruck, sondern vor allem einer bärenstarken Leistung beim Laufen.

Gelungener Auftakt für Unger

Nach drei missglückten Auftritten in der World Championship Series der weltbesten Kurzdistanz-Athleten suchte Daniel Unger bei der Premiere in Heilbronn nicht nur Ablenkung, sondern auch eine neue Herausforderung. Und die erste, wenn auch etwas verkürzte, Mitteldistanz begann für den Weltmeister von 2007 vielversprechend: 25:16 Minuten brauchte der Oberschwabe für die Zwei-Kilometer-Wendepunktstrecke im Neckar. Knapp vor dem Freiburger Andi Böcherer ging es für den 32-Jährigen auf die 70 Radkilometer. Cross-Spezialist Felix Schumann und der zweimalige Ironman-Europameister Timo Bracht folgten dem Führungsduo mit einem Rückstand von eineinhalb Minuten auf den welligen Radkurs durchs Heilbronner Becken. Sebastian Kienle wechselte fast drei Minuten nach Unger und Böcherer.

Kienle mit Wut im Bauch

Mit ganz schön Wut im Bauch sei er in das Rennen gegangen, gestand Kienle eine Woche nach seinem schweren Sturz im Kraichgau. Diese ließ der 25-Jährige auf sportliche Art an seinen bedauernswerten Gegnern aus. In 1:41:46 Stunden jagte er unaufhaltsam durch die Hügel des Zabergäu, die wie das Kraichgau zum Trainingsrevier des Physikstudenten gehören. Das reichte, um Unger, Bracht und Schumann ein- und zu überholen. Allein Böcherer konnte die Attacke Kienles abwehren. Nur 90 Sekunden büßte der 27-Jährige auf seinen gefährlichsten Verfolger ein. Etwas mehr als eine Minute Vorsprung blieb dem Schwarzwälder, der zuletzt noch mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, vor dem abschließenden Lauf. Zu wenig für den Premierensieg. Denn Kienle legte auf dem reizvollen Laufkurs am Neckarufer und durch die Innenstadt von Heilbronn ein Tempo vor, dem Böcherer nichts entgegen zu setzen hatte. In 47:28 Minuten zauberte er die schnellste Laufzeit aller Starter auf den Asphalt. Selbst Timo Bracht, aktuell einer der stärksten Läufer der Ironmanszene, war 40 Sekunden langsamer. Unger büßte auf den 15 Kilometern knapp eine Minute auf den Sieger ein.
So setzte Kienle im Ziel des Citytriathlon Heilbronn nach 2:57:24 Stunden die erste Bestmarke einer gelungenen Auftaktveranstaltung. Böcherer scheint auf einem guten Weg Richtung Ironman Germany zu sein. Nach seinem zweiten Platz in Buschhütten überzeugte er auch in Heilbronn mit Rang zwei. Bracht sicherte Platz drei gegen Daniel Unger ab und sieht ebenfalls seine "Spur für Frankfurt gelegt". Unger hatte das Experiment "super viel Spaß gemacht". "Die Macher haben hier wirklich einen tollen Triathlon hingezaubert", freute sich der Bad Saulgauer.

Tajsich stark, Leder geschwächt

Als erste Frauensiegerin bejubelten die Zuschauer auf dem Heilbronner Marktplatz nach etwas mehr als dreieinhalb Stunden Sonja Tajsich. Die Siegerin des Ironman Südafrika 2010 war auf dem Rad und beim Laufen mit Abstand am schnellsten und kompensierte damit ihren großen Rückstand nach dem Schwimmen problemlos. Große Schwierigkeiten hatte dagegen ihre vermeintlich schärfste Rivalin, die Darmstädterin Nicole Leder. Die 38-Jährige gab das Rennen schon nach 20 Radkilometern mit Kreislaufproblemen auf. Den Kampf um den zweiten Platz entschied überraschend Mignon Vatlach für sich, die ihr Polster vom Schwimmen und Radfahren bis ins Ziel gegen die erfahrenere Heidi Jesberger verteidigte.
1. Citytriathlon Heilbronn, Frauen
13. Juni 2010, Heilbronn
2 km Swim70 km Bike15 km RunGesamt
1Sonja TajsichGER32:012:03:0555:333:30:39
2Mignon VatlachGER26:522:07:5859:533:34:44
3Heidi JesbergerGER30:032:07:1758:463:36:07
4Sonja RappGER35:282:13:5857:173:36:44
5Bente JohnsenGER31:272:15:201:03:173:50:06
1. Citytriathlon Heilbronn, Männer
13. Juni 2010, Heilbronn
2 km Swim70 km Bike15 km RunGesamt
1Sebastian Kienle28:091:41:4647:282:57:24
2Andi Böcherer25:181:43:1650:282:59:02
3Timo Bracht26:521:45:0948:083:00:06
4Daniel Unger25:161:47:4848:203:01:25
5Felix Schumann26:501:49:2450:003:06:16