Ironman 70.3 Laguna Phuket McCormack vor Wild und Meyer
Aus Chris McCormack wird man einfach nicht schlau. Nur sieben Tage nach seinem enttäuschenden achten Platz beim traditionsreichen Laguna Phuket Triathlon revanchierte sich der Australier am Sonntag mit einem überzeugenden Sieg beim 70.3-Event an gleicher Stelle. Mehr als zweieinhalb Minuten Vorsprung trennten den 39-Jährigen im Ziel vom Schweizer Ruedi Wild, der ihn in der Vorwoche auf dem Rad und in den Laufschuhen noch um 16 Minuten deklassiert hatte. Diesmal drehte „Macca“ den Spieß also um. Schon das Schwimmen beendete der zweifache Hawaii-Sieger an Position sechs und lag damit wie im Vorfeld von ihm erhofft nur wenige Sekunden hinter Wild und dem US-Amerikaner Chris Lieto. Lediglich Alberto Casadei war es gelungen, sich in 24:48 Minuten einen kleinen Vorsprung zu erarbeiten, der letztlich bis Radkilometer 20 hielt. Von dort an machten der Italiener, McCormack, Lieto und Wild gemeinsame Sache. Erst im letzten Anstieg der anspruchsvollen Strecke wagte Radspezialist Lieto einen Angriff und setzte sich bis zum Wechsel leicht ab.
McCormack zieht davon, Meyer holt auf
Doch wie schon eine Woche zuvor präsentierte sich der Hawaii-Zweite von 2009 in der Abschlussdisziplin nicht konkurrenzfähig. Ganz im Gegensatz zu McCormack: Schnell übernahm der amtierende ITU-Langdistanz-Weltmeister die Führung. Zunächst dicht gefolgt von Wild, dem auf der zweiten Laufhälfte dann jedoch die Kräfte ausgingen. Über zwei Minuten enteilte ihm McCormack auf dem Rückweg zum Ziel und feierte so in 4:04:40 Stunden einen ungefährdeten Sieg. Wild dagegen musste um Rang zwei sogar zittern, weil ein junger Nachwuchsathlet aus Deutschland erneut für Aufsehen sorgte: Tim Meyer. Als Amateur eine Minute hinter den Profis gestartet, hatte sich der 22-Jährige bis zum Halbmarathon bereits auf den fünften Platz vorgekämpft, um dort noch einmal richtig aufzudrehen. In 1:16:57 Stunden absolvierte der Daadener die 21 Kilometer als Tagesschnellster und belohnte sich für ein couragiertes Rennen nach 4:07:32 Stunden mit Platz drei – winzige 15 Sekunden hinter Olympia-Starter Wild.
Hauschildt ohne Konkurrenz
Bei den Frauen ließ sich die Australierin Melissa Hauschildt auf dem Weg zur Titelverteidigung selbst durch starken Regen und einen gut dreiminütigen Schwimmrückstand nicht aufhalten. In Abwesenheit der amtierenden Ironman- und 70.3-Weltmeisterin Leanda Cave (GBR), die das Rennen wegen einer allergischen Reaktion kurzfristig abgesagt hatte, ließ sie der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Nach Tagesbestzeiten auf dem Rad und beim Laufen sicherte sich die 29-Jährige in 4:23:30 Stunden als Gesamtachte – Männer inklusive – völlig ungefährdet ihren dritten 70.3-Titel der Saison. Erst über acht Minuten hinter ihr beendete Radka Vodickova das Rennen auf Platz zwei. Hauschildts Landsfrau Belinda Granger kletterte weitere zehn Minuten dahinter noch aufs Podium.









