McMahon in eigener Liga, Hufe Zweite

In Brent McMahon bringt sich ein weiterer Anwärter auf einen Hawaiitriumph in Stellung: Beim Ironman Brasilien präsentierte sich der Kanadier überragend und verpasste die Ironman-interne Weltbestzeit um nur wenige Sekunden. Mareen Hufe wurde Zweite.

Von > | 30. Mai 2016 | Aus: Szene

Mareen Hufe | Mareen Hufe

Mareen Hufe

Foto > Finisherpix

Nur ein paar Sekunden haben ihm gefehlt, um einer überragenden Vorstellung noch die Krone aufzusetzen: In 7:46:10 Stunden blieb der Kanadier Brent McMahon beim Ironman Brasilien nur zwölf Sekunden über der Bestmarke von Marino Vanhoenacker beim Ironman Klagenfurt 2011, die bis heute die schnellste Zeit in einem vollständig ausgetragenen Ironman-gebrandeten Rennen ist - auch wenn Andreas Raelert bei der Challenge Roth natürlich noch schneller unterwegs war. Geärgert haben dürfte McMahon das aber kaum. Zu groß war sein Vorsprung und zu dick das Ausrufezeichen, das der Kanadier in Brasilien setzte.

Don geht zunächst mit

Dabei hatte alles noch vergleichsweise harmlos begonnen: McMahon stieg nach dem Schwimmen erwartungsgemäß gemeinsam mit einigen Konkurrenten um Tim Don (GBR) an der Spitze des Feldes aus dem Wasser. Anschließend machte er auf dem Rad Druck, aber nicht zu viel: Nach einer von zwei zu absolvierenden Radrunden betrug der Vorsprung des Kanadiers auf seinen schnellsten Verfolger Don rund eine Minute. 40 Kilometer später waren das allerdings bereits vier Minuten Abstand - und nach Komplettieren der 180 regnerischen Radkilometer gar zehn Minuten. Dennoch ließ McMahon es beim Marathonlauf nicht etwa verhalten angehen, sondern setzte in 2:42:52 Stunden die nächste Bestmarke des Tages und gewann das Rennen somit mit einem riesigem Vorsprung in Höhe von 18 Minuten vor Tim Don. Der konnte sich nur knapp gegen den US-Amerikaner Kevin Collington behaupten, der das Rennen als Dritter beendete. Der Schweizer Ronnie Schildknecht wurde Siebter, Stefan Schmid gab das Rennen auf der Radstrecke auf.

Ironman South American Championships | Männer

  1. Mai 2016, Florianopolis (BRA)

Name Nation Gesamt 3,8 km Swim 180 km Bike 42 km Run

1

Brent McMahon

CAN

7:46:10

47:47

4:11:54

2:42:52

2

Tim Don

GBR

8:04:15

47:49

4:22:01

2:50:27

3

Kevin Collington

USA

8:04:58

47:58

4:23:48

2:48:48

4

Paul Matthews

AUS

8:08:57

47:46

4:24:46

2:52:01

5

Pedro Silva Gomes

POR

8:16:42

54:38

4:29:30

2:47:50

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Lyles und Hufe auf dem Rad davon

Ähnlich dominant wie McMahon den Wettkampf der Männer präsentierte sich auch die US-Amerikanerin Elizabeth Lyes in der Frauenkonkurrenz. Nur eine Konkurrentin konnte ihr in Brasilien bis zum zweiten Wechsel zumindest ansatzweise auf den Fersen bleiben: Mareen Hufe war neben Lyles die einzige, der in Brasilien ein Radsplit (deutlich) unter fünf Stunden glückte, wodurch sich die beiden Konkurrentinnen bereits weit von ihren weiteren Verfolgerinnen absetzten. Im Marathon setzte Lyles eine weitere Bestmarke und gewann das Rennen in 8:54:10 Stunden mit einer Viertelstunde Vorsprung. Mareen Hufe verteidigte ihren zweiten Rang souverän vor der Spanierin Gurutze Frades. Kristin Möller sorgte wie gewohnt für einen der schnellsten Laufsplits des Tages und wurde Fünfte.

Ironman South American Championships | Frauen

  1. Mai 2016, Florianopolis (BRA)

Name Nation Gesamt 3,8 km Swim 180 km Bike 42 km Run

1

Elizabeth Lyles

USA

8:54:10

56:52

4:48:37

3:03:48

2

Mareen Hufe

GER

9:09:36

1:01:22

4:51:32

3:11:02

3

Gurutze Frades

ESP

9:15:52

1:01:26

5:00:36

3:08:54

4

Ariane Monticeli

BRA

9:21:18

1:01:25

5:09:24

3:03:55

5

Kristin Möller

GER

9:29:36

1:01:22

5:18:13

3:04:41

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