Michael Raelert: "Es könnte auch Superman am Start stehen"

Sieben Wochen vor den Ironman-Europameisterschaften in Frankfurt nimmt das Startfeld der Profis endgültig Konturen an. Neben Sebastian Kienle und Ironmanweltmeister Pete Jacobs präsentierte die World Triathlon Corporation in Frankfurt nun auch Titelverteidiger Marino Vanhoenacker und Michael Raelert offiziell. Und der Deutsche macht keine Hehl daraus, dass er Europameister werden möchte.

Von > | 17. Mai 2013 | Aus: SZENE

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Michael Raelert

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nach dem zweiten Platz bei seiner Ironmanpremiere in Regensburg und der Lehrstunde auf Hawaii will Michael Raelert im dritten Rennen seiner Langdistanzkarriere den ersten Sieg einfahren. Dafür hat er sich nicht etwa eins der teils mäßig besetzten Events in Asien oder den USA ausgesucht. Nein, der 32-Jährige will sich 226 Kilometer lang gegen die weltbesten Ironmanathleten behaupten. Was schon seit einigen Wochen bekannt war, ist seit gestern offiziell: der mittlerweile in Berlin lebende Ironman-70.3-Weltmeister von 2009 und 2010 geht am 7. Juli beim Ironman Germany in Frankfurt an den Start.

Keine Angst vor Superman

"Es ist immer etwas Besonderes, gegen die Besten der Welt anzutreten", freut sich Raelert auf das Kräftmessen mit Sebastian Kienle, Titelverteidiger Marino Vanhoenacker, Ironmanweltmeister Pete Jacobs und dem derzeit überragenden Spanier Eneko Llanos. Bange ist ihm vor dem "stärksten Feld nach Kona" aber nicht. "Es könnte auch Superman neben mir an der Startlinie stehen", erklärt er gegenüber tri-mag.de. Selbst der würde ihn nicht davon abbringen, das Rennen gewinnen zu wollen. Das sei für ihn das Wichtigste. Doch Raelert ist auch davon überzeugt, dass die Strecke in Frankfurt sportliche noch mehr  hergibt. "Es ist noch viel Luft nach oben und ich denke, dass ich das Potenzial für eine richtig gute Zeit habe." Nur Chris McCormack (2008) und Timo Bracht (2009) haben auf dem Kurs durch den Wetteraukreis bisher die Schallmauer von acht Stunden durchbrochen. Doch die magische Marke dürfte am 7. Juli wackeln - und zwar nicht nur, weil Michael Raelert am Start steht. Dabei soll die Liste der Topathleten noch nicht einmal komplett sein, heißt es aus dem Ironman European Headquarter.

"Meine Trainingsergebnisse sind sehr gut", berichtet Raelert sieben Wochen vor dem Ironman Germany zuversichtlich. Gemeinsam mit Bruder Andreas ist er erst vor wenigen Tagen aus dem Trainingscamp in Colorado (USA) zurückgekehrt. Den ersten ernsthaften Formtest will der aktuelle 70.3-Europameister in zwei Wochen beim Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil-Jona wagen. Danach steht noch die 70.3-Premiere in seiner neuen Heimat Berlin an (16. Juni).