Mit letzter Kraft nach Wales

Für einige Profiathleten, die nicht nach Hawaii fliegen, ist der Ironman Wales der letzte Wettkampf der europäischen Triathlonsaion. An der schroffen walisischen Küste wird sich zeigen, wer nach den vielen harten Kilometern des Jahres noch genügend Energie und Willen für einen Ironman-Sieg übrig hat.

Von > | 10. September 2015 | Aus: SZENE

Challenge Heilbronn Laufen - 07 | Anja Beranek geht als Führende auf den Halbmarathon.

Anja Beranek geht als Führende auf den Halbmarathon.

Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Anja Beranek reist als Favoritin in die walisische Grafschaft Pembrokshire: Nach dem dritten Platz bei der Ironman 70.3 WM in Zell am See stehen die Chancen auf einen Sieg der Fürtherin in Wales hervorragend. Zu Beraneks stärksten Konkurrentinnen zählt die britische Zeitfahrweltmeisterin Emma Pooley, die sich bereits am vergangenen Wochenende den ETU-Europameistertitel auf der Duathlon-Langdistanz sichern konnte.

Gut möglich, dass Pooley auf der Radstrecke in den walisischen Hügel nicht zu einhundert Prozent fit ist und ihre Stärke nicht ausspielen kann. Auch die Dänin Tine Holst ist gemeldet, sie hat vor zwei Wochen beim Ironman Vichy den zweiten Platz erreicht. Auch Holst könnten daher noch die nötigen Körner fehlen, um das Rennen zu dominieren.

Ironman 703 Staffordshire 2015 - 32 | Markus Thomschke wurde im Juni beim Ironman 70.3 Staffordshire zweiter

Markus Thomschke wurde im Juni beim Ironman 70.3 Staffordshire zweiter

Foto >Getty Images / Ironman

Bei den Männern geht Markus Thomschke mit der Startnummer 1 ins Rennen. Genau wie Anja Beranek ist Thomschke zuletzt in Zell am See bei 70.3-Weltmeisterschaft am Start gewesen und hofft nun auf einen Sieg auf der Langdistanz. Er bekommt es mit Vichy-Sieger Mauro Baertsch zu tun, der den Franzosen bei ihrer Ironman-Premiere den Heimsieg stahl.