Moffatt im Alleingang, Alexander in Frühform

Mit souveränen Siegen der beiden Favoriten endete am Wochenende der Ironman 70.3 im südaustralischen Geelong. Emma Moffatt zerlegte das kleine Feld der Profifrauen mühelos, dem dreimaligen Ironmanweltmeister Craig Alexander reichte eine ausgeglichene Leistung, um das Rennen nach drei Jahren Pause erneut zu gewinnen.

von | 10. Februar 2014 | Aus: Szene

Emma Moffatt

Emma Moffatt

Foto > Delly Carr / triathlon.org

Bei Temperaturen von fast 40 Grad geriet das Rennen in der Port-Phillip-Bucht zu einer Hitzeschlacht. Der fielen unter anderem Courtney Atkinson, Clayton Fettell und Challenge-Melbourne-Sieger Tim van Berkel zum Opfer. Nicht vom Kurs abbringen, ließen sich dagegen die zweimalige Kurzdistanz-Weltmeisterin Emma Moffatt und Craig Alexander, der in Geelong schon 2009 und 2010 gewonnen hatte.

Alexander krampft und siegt

Alexander brachte sich schon beim Schwimmen in eine gute Ausgangsposition. Nur etwas mehr als eine halbe Minute verlor der 40-Jährige in der Auftaktdisziplin auf Atkinson, Fettell und James Seear (alle AUS). Nicht ahnend, dass keiner aus diesem Trio das Rennen beenden sollte, machte sich Alexander mit Tim Reed und James Hodge auf die Jagd. Schon nach weniger als 30 Kilometern ging Alexander die leichte Beute ins Netz. Anschließend konnte bei stürmischem Wind nur Reed mithalten, Hodge verlor bis zum zweiten Wechsel noch knapp zwei Minuten. Alexander berichtete später von Krämpfen - sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen. Reed ging es offenbar nicht besser. Im Gegenteil: Fast eineinhalb Minuten musste der Fünfte der 70.3-WM von Las Vegas Alexander allein auf den ersten acht Laufkilometern enteilen lassen. Bis ins Ziel baute der nun dreifache Sieger des Ironman 70.3 Geelong seinen Vorsprung noch um weitere zwei Minuten aus. Brad Kahlefeldt, der nach dem Radfahren mehr als sieben Minuten hinter den Führenden auf dem sechsten Platz gelegen hatte, lief sich mit dem schnellsten Halbmarathon im Profifeld noch bis auf Platz drei nach vorn. Für Altmeister Peter Robertson blieb Rang vier.

Ironman 70.3 Geelong | Männer

  1. Februar 2014, Geelong (AUS)

Name Nation Gesamt 1,9 km Swim 90 km Bike 21,1 km Run

1

Craig Alexander

AUS

4:06:00

25:15

2:16:54

1:20:40

2

Tim Reed

AUS

4:09:34

25:20

2:17:01

1:24:12

3

Brad Kahlefeldt

AUS

4:10:42

25:08

2:24:10

1:18:29

4

Peter Robertson

AUS

4:13:54

25:12

2:20:08

1:25:02

5

Casey Munro

AUS

4:15:21

25:11

2:24:42

1:22:24

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Moffatt macht kurzen Prozess

Für Emma Moffatt war das Rennen vor den Toren von Melbourne am Ende nicht viel mehr als eine Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen. Ihre harmlosen und hoffnungslos unterlegenen Konkurrentinnen sahen die Kurzdistanzweltmeisterin von 2009 und 2010 im Rennverlauf nur einmal - nämlich am Start. Im Wasser und auf dem Rad verschaffte sich die 29-Jährige ein komfortables 10-Minuten-Polster. Dass Lisa Marangon (AUS) ihr die Tagesbestzeit im Laufen abjagte, hatte allenfalls noch statistischen Wert. Moffatt siegte überlegen vor Marangon und Rebecca Hoschke und kann selbstbewusst Richtung ITU World Triathlon Series blicken. Die wird in acht Wochen im neuseeländischen Auckland gestartet.

Ironman 70.3 Geelong | Frauen

  1. Februar 2014, Geelong (AUS)

Name Nation Gesamt 1,9 km Swim 90 km Bike 21,1 km Run

1

Emma Moffatt

AUS

4:30:58

26:49

2:32:29

1:28:28

2

Rebecca Hoschke

AUS

4:43:11

36:37

2:36:14

1:26:30

3

Lisa Marangon

AUS

4:50:15

30:52

2:37:53

1:37:59

4

Jessica Fleming

AUS

4:54:16

32:47

2:38:31

1:39:34

5

Tineke Stewart

NZL

4:56:34

35:47

2:42:36

1:34:45

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