Molinari und van Vlerken siegen in Italien

Yvonne van Vlerken nimmt in der Vorbereitung auf die Challenge Roth Fahrt auf: Bei der Challenge Rimini setzte sich die Niederländerin deutlich gegen Leanda Cave durch. Per Bittner unterlag nur Giulio Molinari.

Von > | 9. Mai 2016 | Aus: Szene

Challenge Walchsee 2015 - 06 | Challenge Walchsee 2015 - 06

Giulio Molinari macht auf dem Rad sofort ernst ...

Foto > David Ramos / Getty Images

Das Rennen hatte für Yvonne van Vlerken durchwachsen begonnen, doch es ging um so besser weiter: Fünfeinhalb Minuten musste van Vlerken nach den ersten knapp zwei Kilometern in Rimini zunächst einmal wieder auf die weit enteilte Britin Leanda Cave aufholen - ein Unternehmen, das selbst die radgewaltige Niederländerin über einen Großteil der 93 profilierten Kilometer mit Start und Ziel an der Adriaküste forderte. Doch die Aufholjagd glückte. Und mehr noch: Van Vlerken setzte sich sogar an die Spitze und wechselte mit rund 40 Sekunden Vorsprung vor Cave auf den abschließenden Halbmarathon, mit dem die Niederländerin den Sack zumachte: In 1:24:28 Stunden lief sie vier Minuten schneller als Cave und gewann das Rennen mit komfortablem Vorsprung vor der Britin. Auf den dritten Platz arbeitete sich dank des in 1:19:44 Stunden deutlich schnellsten Halbmarathons des Tages die Deutsche Julia Viellehner.

Viellehner läuft schneller als die meisten Männer

Noch früher entschied Giulio Molinari das Rennen zu seinen Gunsten: Der Italiener, der für seine herausragenden Fähigkeiten auf dem Rad gerade in sehr profiliertem Terrain bekannt ist, setzte sich binnen der 93 Kilometer um rund acht Minuten von den schnellsten Verfolgern ab, zu denen der Deutsche Per Bittner und der Tscheche Filip Ospaly gehörten. Auf der Laufstrecke ließ Molinari nichts mehr anbrennen und verteidigte seine Führung bis ins Ziel. Per Bittner setzte sich auf den abschließenden 21 Kilometern in 1:18:36 Stunden souverän gegen Ospaly im Kampf um den zweiten Rang durch - und war damit einer von nur vier Männern, denen es gelang, schneller als die Drittplatzierte Viellehner zu laufen: Lediglich Bittner, Dirk Wijnalda (NED), Mattia Camporesi (ITA) und David Hanko (HUN) glückte es, den Halbmarathon auf der Wendepunktstrecke knapp unter 1:19 Stunde zu laufen. Christian Otto wurde in Rimini Vierter, direkt vor seinem Landsmann Sebastian Bleisteiner, Stefan Hehenwarter (AUT) und dem Siebtplatzierten Marcus Woellner.