Vorstartphase: Der spätere Sieger Eneko Llanos am Morgen vor dem Rennen.

Frank Wechsel / spomedis

Schwimmen beim Ironman Frankfurt 2013
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Die Stimmen der Schnellsten Müde, aber glückliche Sieger auf der Pressekonferenz

Langstrecke | 7. Juli 2013
Müde aber glücklich sehen sie aus, die Sieger des Tages. Die schnellsten drei des Ironman Frankfurt 2013 stellten sich nach dem Rennen den Fragen der Journalisten.
Knapp drei Stunden nach dem Zieleinlauf standen die Sieger des Rennens im Sitzungssaal des Römer Rede und Antwort. Wir fassen die Aussagen der besten drei zusammen.

Männer

Eneko Llanos (Spanien, Platz 1, 7:59:58 Stunden): „Ich bin mehr als glücklich mit der Zeit. Ich wusste, ich muss 2:44 im Marathon laufen. Es ging gut los aber dann wurde ich müde und spürte die Hitze. Die letzten drei Kilometer bin ich gerannt. Im Ziel habe ich meine Freundin angerufen, die mich sonst immer begleitet. Sie war bei meiner Familie und alle haben geweint.“
Jan Raphael (Hannover, Platz 2, 8:07:19 Stunden): „Siege sind immer schön aber dieses Rennen toppt alles. Als ich die Starterliste sah, hatte ich schon ein bisschen die Hosen voll. Ich bin definitiv zu schnell los gelaufen. Darüber habe ich mich in der zweiten Runde tierisch geärgert. Ich wollte mit Eneko mitlaufen. Doch als ich hörte, dass Marino schwächelt, ist es mit mir bei Kilometer sieben oder acht durchgegangen. Ich dachte, die Führung würde mich zusätzlich pushen. Aber 30 Kilometer vor dem Ziel war das ziemlich bescheuert. „
Bas Diederen (Belgien, Platz 3, 8:12:07 Stunden): „Ich bin einfach mein Tempo gelaufen. Der dritte Platz ist toll. Ich hatte nicht bemerkt, dass ich Sebastian Kienle schon überholt hatte. Deswegen dachte ich, ich sei Vierter. Ich danke meiner Frau Monique, dass sie mich unterstützt.

Frauen

Camilla Pedersen (Dänemark, Platz 1, 8:56:01 Stunden): „Müde ist nicht das richtige Wort. Ich bin tot. Es war sehr anstrengend. Wenn ich antrete, will ich gewinnen. Es war meine erste Ironman-Langdistanz. Ich bin so glücklich, dass die Ziellinie keinen Meter weiter weg war. Sonst hätte ich kriechen müssen.“ 
Jodie Swallow (Großbritannien, Platz 2, 8:58:43 Stunden): „Ich hatte mich vor sechs Wochen verletzt und musste ein paar Rennen aussetzen. Mit der Zeit unter neun Stunden bin ich zufrieden. Mein Ziel war die Quali für Kona. Das habe ich geschafft.“
Kristin Möller (Erlangen, Platz 3, 9:01:55 Stunden): „Insider wissen, dass sie mich mit 10 oder 15 Minuten Rückstand nach dem Radfahren noch nicht abschreiben dürfen. Ans Podium habe ich erst geglaubt, als ich die Dritte überholt hatte. Für mich habe ich heute das Wunder von Frankfurt geschafft.“

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