Daniela Sämmler Na, was hast du heute so gemacht?

Langstrecke | 6. Februar 2013
„Ich war schwimmen, Rad fahren und laufen“. Die schönste Zeit des Jahres? Für viele mag dies vielleicht die Weihnachtszeit sein, für mich ist es die Vorbereitungsphase des (Triathlon-)Jahres, die man auch als „Vorfreude-Periode“ bezeichneten könnte, wie ich finde.
An den Grundbausteinen Schwimmen, Radfahren, Laufen ändert sich ja nicht viel. Aber das Training macht doch am meisten Spaß, wenn die Ziele für das Jahr gesteckt sind, die Umfänge langsam aber sicher steigen, und man spürt, wie es jeden Tag ein Stückchen besser geht. Und – was dabei natürlich nicht ganz unwichtig ist – wenn man in dieser Zeit dem ungemütlichen Wetter zu Hause entfliehen und die matschigen Lauf- und in der letzten Zeit auch Radwege gegen Sonne und gute Trainingsbedingungen im Süden tauschen kann…
Alternative Rollentraining? Ich gebe zu, eigentlich ist es ja eine wunderbare Erfindung, im Winter oder bei schlechten Außenbedingungen das Training einfach ins Wohnzimmer verlegen zu können. Ich kann es nur leider einfach nicht! Schon nach drei Minuten schaue ich auf die Uhr und denke, ich sei bereits eine halbe Stunde unterwegs. "Unterwegs"..., wahrscheinlich ist genau das mein Problem! Ich liebe es, Stunden lang auf dem Rad zu sitzen! (sicherlich eine ganz gute Voraussetzung, wenn man Triathlon macht, besonders, wenn eine Langdistanz geplant ist.) Im Zimmer auf der Rolle zu fahren, ist für mich hingegen die mit Abstand schlimmste Notlösung! Nachdem ich Ende Januar noch meinen persönlichen Rollenrekord aufgestellt habe (lächerliche zwei Stunden und zehn Minuten), genieße ich es gerade, endlich wieder stundenlange "Unterwegs-Radeinheiten" in der Sonne Fuerteventuras unternehmen zu können.
Seit letztem Donnerstag bin ich jetzt hier auf der Insel und zusammen mit meiner Teamkollegin Julia Gajer fleißig am Kilometer-Sammeln.
Die ersten Tage hatten, verglichen mit dem derzeitigen Zuhause, ein bisschen was von einem anderen Planeten: Keine Wolke am Himmel, volle Konzentration auf das Training, einfach nur den ganzen Tag Sport und gute Laune. Zwar ein wenig abgeschnitten von der Außenwelt, aber vielleicht ist das ja auch mal ganz gut.
Ganz komplett fühle ich mich zwar grade noch nicht, aber das wird sich zum Glück ab morgen ändern, wenn meine beiden besseren Drittel anreisen. Zum ersten Mal seit drei Jahren eine Woche „alleine“ hatte ich mir doch einfacher vorgestellt… So ein kurzes Schläfchen nach dem Training ist zwar schon was Feines – sogar beinahe luxuriös – das „Haalloooo Mama“, das sonst auf mich wartet, ist dadurch allerdings nicht zu ersetzen!
Auch im Training selbst wird es einfacher, denn ab Samstag müssen wir dann nicht mehr zu zweit gegen den Wind kämpfen, sondern bekommen für die kommenden 14 Tage Verstärkung und gute Gesellschaft vom restlichen Erdinger-Team!
So „fuerte“ der „ventura“ hier auch sein mag, tausend mal besser als Rolle fahren ist es allemal! Und so fürchte ich, mein aktueller Rollenrekord wird mindestens bis zum nächsten Winter bei 2:10 Stunden bestehen bleiben müssen…
Viele sonnige Grüße nach Deutschland,
Eure Danni