Petr Vabrousek gewinnt Israman 2013

Petr Vabrousek hat den Israman 2013 gewonnen. Für seinen ersten Sieg musste der Tscheche in und um den Urlaubsort Eilat jedoch an seine körperlichen Grenzen gehen. Sowohl der Kurs, als auch der tückische Wind und die Konkurrenz – allen voran der Niederländer Bart Candel und der deutsche Inferno-Rekordsieger Marc Pschebizin – verlangten dem 39-Jährigen alles ab.

Von > | 28. Januar 2013 | Aus: SZENE

PetrVabrousek_Israman2013 | Petr Vabrousek beim Israman 2013

Petr Vabrousek beim Israman 2013

Foto >José Luis Hourcade

Weit über 100 Langdistanzen hat Petr Vabrousek in seiner langen Karriere schon bestritten. So einer hat sportlich gesehen schon alles erlebt. Könnte man meinen. Falsch gedacht. Seit Freitag ist der 39-Jährige um eine ungewohnte und besonders schmerzhafte Erfahrung reicher. „Das war die härteste Langdistanz, die ich je bestritten habe“, gab der Tscheche nach dem Israman auf seiner Facebook-Seite zu. Einige Stunden zuvor hatte er sich nach 10:22:37 Stunden und im ersten Anlauf zum Sieger des anspruchsvollen Wüstenabenteuers gekürt.

Candels doppelte Aufholjagd

Schon das Schwimmen lief für Vabrousek ungewohnt gut. In 1:05:53 Stunden beendete der zweifache Ironman-Sieger den Auftakt im Roten Meer an der Spitze und lag damit rund 15 Sekunden vor seinem Hauptkonkurrenten Marc Pschebizin, den Zehnfach-Sieger des legendären Inferno-Triathlons. Während der deutlich leichter gebaute Deutsche im 15 Kilometer langen Auftaktanstieg hinaus ins Negev-Gebirge schnell die Führung übernahm, wechselte der Niederländer Bart Candel erst sechseinhalb Minuten später auf den Radkurs. Dort machte der 23-Jährige dann jedoch schnell Boden gut. Bereits nach rund 50 Kilometern schloss er zu Vabrousek auf und drückte auch danach weiter aufs Tempo. Ganz im Gegensatz zum Tschechen, der seine Körner angesichts „brutaler Wüstenwinde“ und mehr als 3.000 zu erklimmenden Höhenmetern nicht zu früh verschießen wollte. Mit Erfolg. Gut 20 Kilometer vor dem Marathon stellte der routinierte Vielstarter zunächst Candel und wenig später auch Pschebizin, der dank eines schnelleren Wechsels aber als Erster auf die Laufstrecke ging.

Seine Hoffnung auf den zweiten Sieg nach 2011 musste der Deutsche jedoch schon früh begraben. Allein auf den ersten zehn Kilometern – allesamt bergab – knöpfte ihm Vabrousek mehr als zwei Minuten ab. Bis kurz vor dem Halbmarathon verdoppelte Vabrousek seinen Vorsprung. Nur ein Athlet war zu diesem Zeitpunkt noch schneller unterwegs: Bart Candel. Der junge Niederländer fing zunächst Pschebizin ab und kam auch Vabrousek auf den letzten Kilometern immer näher. Für den Sprung nach ganz vorn reichte es trotz Tagesbestzeit (3:08:43 Stunden) jedoch nicht. In 10:22:37 Stunden rettete sich Altmeister Vabrousek am Ende 54 Sekunden vor dem Niederländer ins Ziel an der Strandpromenade von Eilat. Fünf Minuten hinter Candel, der mit Platz zwei den bisher größten Erfolg seiner Karriere feierte, kam Pschebizin auf Rang drei. Der US-Amerikaner Chris Lieto, der für die Mitteldistanz gemeldet hatte, musste das Rennen am Renntag wegen Magen-Darm-Problemen absagen.

Israman Langdistanz | Männer

  1. Januar 2013, Eilat (ISR)

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Bike

42,2 km Run

1

Petr Vabrousek

CZE

10:22:38

1:05:53

6:05:21

3:11:21

2

Bart Candel

NED

10:23:32

1:12:18

6:02:28

3:08:43

3

Marc Pschebizin

GER

10:28:26

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Hellers Parforceritt

Den Sieg im Frauenrennen machten die israelischen Athletinnen unter sich aus. Nach schwacher Schwimmleistung war Dora Heller, die Israman-Siegerin 2011, in Eilat schon früh zum Handeln gezwungen. Und genau das tat die 44-Jährige auch. Bis zum zweiten Wechsel verwandelte sie ihren fünfminütigen Schwimmrückstand auf Titelverteidigerin Irena Mazin in eine gut 22-minütige Führung – die Vorentscheidung. Zwar konnte Mazin den Abstand beim Laufen noch etwas verkürzen, dennoch fehlten ihr im Ziel fast 20 Minuten auf Heller, die nach 12:41:42 Stunden Israman-Titel Nummer zwei bejubelte. Keren Meretz komplettierte das rein israelische Podium gut sechs Minuten hinter Mazin auf Rang drei.

Israman Langdistanz | Frauen

  1. Januar 2013, Eilat (ISR)

Name

Nation

Gesamt

3,8 km Swim

180 km Bike

42,2 km Run

1

Dora Heller

ISR

12:41:42

1:51:21

7:05:13

3:45:06

2

Irena Mazin

ISR

13:01:12

1:46:21

7:30:35

3:44:14

3

Keren Meretz

ISR

13:06:58

1:39:36

7:28:55

3:58:25

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