Raelert bereit für den Kampf der Giganten

Der Weg zum Ironman Hawaii führt für Andreas Raelert nun doch über den Ironman in Frankfurt. Zwei Tage vor dem Showdown in der Mainmetropole gab der Rostocker seinen Start bei den Europameisterschaften bekannt. Bei seinem vierten Auftritt steht der Titelträger von 2010 nicht nur wegen der starken Konkurrenz vor einer Mammutaufgabe.

Von > | 4. Juli 2014 | Aus: SZENE

Ironman 70.3 Mallorca 2014 - 02 | mallorca

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Foto >Nis Sienknecht / spomedis

Er hätte es leichter haben können. Doch Andreas Raelert stellt sich der Mammutaufgabe von Frankfurt, anstatt Mitte August beim Ironman im kanadischen Mont Tremblant das Ticket für die Ironman-WM zu lösen. Vier Jahre nach seinem EM-Titel geht es für den 37-Jährigen am Sonntag fast schon um "alles oder nichts". Aktuell stehen im Kona Pro Ranking nur 720 Punkte für ihn zu Buche - viel zu wenig, um am 11. Oktober noch einmal nach der Ironmankrone greifen zu können. Will er sich von Platz 141 noch unter die 50 besten nach vorn schieben, ist ein Podiumsplatz fast schon Pflicht. Und der war in der 13-jährigen Geschichte des Rennens am Main wohl selten so schwer zu erreichen wie in diesem Jahr.

"Wollte zu 100 Prozent sicher sein"

"Jeder der Top-Profis hat das Zeug zum Sieg", glaubt Ironman-Europachef Thomas Dieckhoff, über eins der spektakulärsten Starterfelder des Jahres. Denn Raelert bekommt es am Sonntag nicht nur mit dem amtierenden Ironmanweltmeister, sondern auch mit seinem früheren DTU-Team- und Trainingskollegen Jan Frodeno, dem Doppel-70.3-Weltmeister Sebastian Kienle, Frankfurt-Kenner Jan Raphael und anderen Weltklasseathleten zu tun. "Bei einem solch starken Teilnehmerfeld sollte man zu 100 Prozent sicher sein, dass man körperlich topfit ist und alles Notwendige getan hat“, begründet Raelert seinen späten Entschluss, doch noch nach Frankfurt zu reisen. Mit seinem Bruder Michael hat er sich zuletzt am Chiemsee auf das Rennen in der Mainmetropole vorbereitet. Bei seinem letzten Vorbereitungsrennen, dem Citytriathlon Heilbronn, hatte er vor zwei Wochen drei Konkurrenten den Vortritt lassen müssen. Vierter war der 37-Jährige auch in Frankfurt schon zweimal. Verpasst er das Podium bei seinem vierten Start noch einmal, dürfte es mit dem Start bei der Ironman-WM im Oktober eng werden.