Raelert-Serie gerissen, Wild und Brändli siegen

Eine lockere Sattelschraube hat Michael Raelert das Double von Phuket gekostet. Der Rostocker musste die Challenge Laguna Phuket in Führung liegend beim Radfahren aufgeben. Damit machte er den Weg frei für Titelverteidiger Ruedi Wild aus der Schweiz. Dessen Landsfrau Simone Brändli gelang das, was auch Raelert fest eingeplant hatte: das Double aus Laguna Phuket Triathlon und Challenge Laguna Phuket.

Von > | 30. November 2015 | Aus: SZENE

Challenge Laguna Phuket 2015 | Simone Brändli und Ruedi Wild bei der Challenge Laguna Phukte 2015

Simone Brändli und Ruedi Wild bei der Challenge Laguna Phukte 2015

Foto >Challenge Laguna Phuket

Die Schuld bei anderen suchen? Nein, das ist nicht die Art von Michael Raelert. "Ich hätte mein Rad vor dem Rennen besser checken müssen", gab der Rostocker nach seinem Ausscheiden zu. Schon nach fünf Kilometer - Raelert hatte da schon die Führung übernommen - löste sich am Sattel seines Rads eine Schraube. Und bevor es richtig begonnen hatte, war das letzte Saisonrennen des 35-Jährigen auch schon wieder vorbei. "Es war leider nicht der Saisonabschluss, den ich mir gewünscht habe, aber die Dinge lassen sich im Sport manchmal nicht ändern", so Raelert weiter.

Wild nutzt die Gunst der Stunde

Wie erwartet lieferten sich Timothy O'Donnell (USA), Stuart Hayes (GBR) und Raelert auf den knapp zwei Schwimmkilometern einen hochklassigen Dreikampf. Nur etwas mehr als 21 Minuten benötigte das Trio für die Auftaktdisziplin. Angeführt vom US-Amerikaner sprangen die Führenden auf ihre Räder - und wie schon am Vorwochenende setzte sich der Deutsche schnell an die Spitze. Bis der lockere Sattel seinen Weg zum ersten Sieg der Challenge Laguna Phuket abrupt stoppte. Im weiteren Verlauf fand sich erneut ein Dreiergespann an der Spitze des Rennens zusammen. Der Italiener Alberto Casadei, Wild und O'Donnell spulten die restlichen 85 Kilometer gemeinsam herunter. Die Entscheidung musste also beim Laufen fallen. Wild schlug sofort ein hohes Tempo an - und weder Casadei, noch der Hawaii-Dritte O'Donnell konnten dem Schweizer auf den Fersen bleiben. Nur der Belgier Bart Aernouts lief schneller als Wild - das reichte aber nicht mehr, um seine Titelverteidigung zu verhindern. Fast eine Minute hatte Wild im Ziel Zeit, um mit Plüschelefant Laguna zu kuscheln. Aernouts sicherte sich mit Laufbestzeit (1:16:53 Std.) vor Casadei Platz zwei. 

Challenge Laguna Phuket | Männer

  1. November 2015, Phuket (THA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Ruedi Wild

SUI

3:54:45

21:29

2:12:17

1:18:21

2

Bart Aernouts

BEL

3:55:41

23:26

2:12:50

1:16:53

3

Alberto Casadei

ITA

3:58:22

21:23

2:12:24

1:22:15

4

Timothy O'Donnell

USA

4:00:08

21:10

2:12:35

1:24:10

5

James Cunnama

RSA

4:02:14

21:48

2:19:22

1:18:40

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Brändli brutal schnell

Im Rennen der Frauen untermauerte Jodie Swallow einmal mehr ihre Überlegenheit im Wasser. Mehr als 90 Sekunden knöpfte die Britin den ebenfalls guten Schwimmerinnen Simone Brändli und Radka Vodickova aus Tschechien ab. Auch auf dem Rad schien Swallow danach wieder an alte Stärken anknüpfen zu können. Weitere drei Minuten flog sie bei tropischen Temperaturen ihren Verfolgerinnen davon. Und verschoss dabei offensichtlich zu viele Körner. In einer packenden Verfolgungsjagd wurde Swallow wenige Kilometer vor dem Ziel noch von Brändli gestellt. Die lief in 1:22:22 Stunden den mit Abstand schnellsten Halbmarathon des Tages, holte fast sieben Minuten auf und versüßte sich ihr Saisonfinale in Thailand mit dem zweiten Sieg binnen einer Woche. Swallow lief 33 Sekunden hinter der Schweizerin über den roten Teppich. Erst acht Minuten später machte Vodickova das Podium komplett. Die Kölnerin Beate Görtz landete auf dem siebten Platz.

Challenge Laguna Phuket | Frauen

  1. November 2015, Phuket (THA)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Simone Brändli

SUI

4:22:42

23:37

2:33:50

1:22:22

2

Jodie Swallow

GBR

4:23:25

21:56

2:30:06

1:29:00

3

Radka Vodickova

CZE

4:30:50

23:39

2:33:28

1:31:11

4

Beth Gerdes

AUS

4:39:43

27:19

2:40:50

1:28:50

5

Katy Duffield

AUS

4:40:15

26:58

2:36:37

1:33:42

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