Raelert siegt erneut, Beranek starke Vierte

Nach den späten Saisonsiegen auf Rügen und in Miami hat Michael Raelert auch den Ironman 70.3 Mandurah gewonnen. Der Rostocker setzte sich überlegen gegen die Australier Tim Reed und Christian Kemp durch. Craig Alexander wurde abgeschlagen Sechster. Das Rennen der Frauen dominierte Annabel Luxford vor Caroline Steffen. Anja Beranek verpasste das Podium knapp.

Von > | 10. November 2014 | Aus: SZENE

Michael Raelert auf der Laufstrecke | Michael Raelert auf der Laufstrecke des Ironman 70.3 Rügen.

Michael Raelert auf der Laufstrecke des Ironman 70.3 Rügen.

Foto >Silke Insel / spomedis

Mit seinem dritten Ironman-70.3-Sieg in Serie hat sich Michael Raelert endgültig in der Weltspitze zurückgemeldet. An der australischen Westküste entschied er das Rennen wie zuvor in Miami mit einem überragenden Halbmarathon zu seinen Gunsten und stahl damit den Aussies ihre Show vor heimischem Publikum. Auch Craig Alexander hatte dem furiosen Auftritt Raelerts nichts entgegen zu setzen.

Raelert rupft die Aussies

Getrieben von einer leichten Strömung kletterten nach etwas mehr als 20 Minuten zehn Athleten binnen weniger Sekunden aus dem Wasser. Darunter Michael Raelert, Mitfavorit Brad Kahlefeldt, der Schweizer Ruedi Wild und alle anderen Australier. Beim Radfahren schrumpfte die Spitzengruppe dann schnell zu einem Quartett zusammen. Wild und Craig Alexander mussten abreißen lassen, Kahlefeldt gab das Rennen schon nach wenigen Kilometern auf. Vorn trieb sich Raelert gemeinsam mit einem australischen Trio - bestehend aus Tim Reed, Christian Kemp und Luke Bell - in einem Höllentempo von fast 45 Kilometern pro Stunde Richtung Weltbestzeit auf der Ironman-70.3-Distanz. Im Sekundentakt stieg das Quartett schließlich vom Rad. Was danach folgte, war die Demonstration der aktuellen Stärke von Michael Raelert. Der Rostocker übernahm sofort das Kommando und halbierte die Spitzengruppe schon auf den ersten Kilometern. Allein Tim Reed konnte ihm folgen. Nach elf Kilometern lag er mit einer Minute Rückstand auf Raelert zumindest noch in Sichtweite. Am dritten 70.3-Sieg des Deutschen in dieser Saison konnte aber auch er nicht mehr rütteln. Reed sicherte sich schließlich mit knapp drei Minuten Rückstand auf den überlegenen Raelert Platz zwei, Christian Kemp behauptete Platz drei gegen Landsmann Luke Bell. Ruedi Wild wurde vor Craig Alexander Fünfter.

Ironman 70.3 Mandurah | Männer

  1. November 2014, Mandurah (AUS)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Michael Raelert

GER

3:35:55

20:08

2:00:38

1:12:45

2

Tim Reed

AUS

3:38:41

20:16

2:00:36

1:15:31

3

Christian Kemp

AUS

3:39:48

20:09

2:00:39

1:16:33

4

Luke Bell

AUS

3:43:49

20:18

2:00:23

1:20:37

5

Ruedi Wild

SUI

3:47:26

20:12

2:04:36

1:20:09

6

Craig Alexander

AUS

3:48:38

20:21

2:04:17

1:21:32

7

Denis Chevrot

FRA

3:50:06

20:19

2:08:41

1:18:16

8

James Bowstead

NZL

3:53:09

20:59

2:07:55

1:21:33

9

Matt Burton

AUS

3:54:20

22:32

2:04:43

1:24:35

10

Simon Billeau

FRA

3:58:03

22:55

2:09:41

1:22:38

Swipe me

Beranek verpasst Podium knapp

Wenige Tage nach dem Tod von Jackie Fairweather (geb. Gallagher) geriet das Rennen der Frauen zum emotionalen Gedenken an die Ex-Weltmeisterin. Mit tränenerstickter Stimme erinnerte Siegerin Annabel Luxford nach dem Rennen an ihre Mentorin. Zuvor hatte die Australierin im Wasser und beim Laufen die Tagesbestzeiten gesetzt. Das reichte, um Caroline Steffen und Nikki Butterfield auf Distanz zu halten, weil die beiden beim Radfahren nicht entscheidend Boden gutmachen konnten. Anders Anja Beranek: Die Fürtherin fühlte sich Down Under pudelwohl und brannte in 2:11 Stunden die mit Abstand schnellste Radzeit in den australischen Asphalt. Der Vorsprung von 2:20 Minuten auf Luxford nach dem Radfahren reichte am Ende aber nicht. Bis zur Halbzeit verteidigte Beranek tapfer ihre Führung, dann zog erst die Australierin, später noch Steffen vorbei. Wenige hundert Meter vor dem Ziel verlor Beranek dann auch noch den Podestplatz an Nikki Butterfield. Die Weselerin Mareen Hufe wurde hinter Rachel Joyce und Rebekah Keat Siebte. 

Ironman 70.3 Mandurah | Frauen

  1. November 2014, Mandurah (AUS)

Name

Nation

Gesamt

1,9 km Swim

90 km Bike

21,1 km Run

1

Annabel Luxford

AUS

4:02:20

21:47

2:13:48

1:24:12

2

Caroline Steffen

SUI

4:03:08

22:03

2:13:45

1:24:34

3

Nikki Butterfield

AUS

4:03:49

24:21

2:12:44

1:24:16

4

Anja Beranek

GER

4:04:24

22:05

2:11:06

1:28:30

5

Rachel Joyce

GBR

4:08:41

22:02

2:19:08

1:24:30

Swipe me