Reed und Alexander triumphieren in Australien

Der Routinier bleibt in Fahrt: Beim Ironman 70.3 Busselton feierte Saison-Frühstarter Craig Alexander seinen bereits dritten Saisonsieg. Der Australier Pete Jacobs beendete das Rennen nur auf dem 13. Platz.

Von > | 2. Mai 2016 | Aus: SZENE

Challenge Bahrain 2014 - Radfahren - 23

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Es war knapp, aber er hat es erneut geschafft: Nach Siegen beim Ironman 70.3 Subic Bay und dem Ironman 70.3 Putrajaya hat Craig Alexander auch den Ironman 70.3 Busselton für sich entschieden. Ausgeglichene Leistungen in den beiden ersten Disziplinen und der schnellste Lauf des Tages waren das Erfolgsrezept des 42-Jährigen: Beim Schwimmen mit der Spitze aus dem Wasser gestiegen, musste Alexander auf den 90 Radkilometern zwar einige Konkurrenten um Guy Crawford, Mike Phillips (beide NZL) und Matthew Pellow (AUS) ziehen lassen. Das allerdings war keiner Schwäche geschuldet, sondern perfekte Krafteinteilung des Routiniers: Beim Laufen spielte Alexander seine volle Stärke aus und sammelte die Ausreißer wieder ein. Nur einer wehrte sich vehement: Mitchell Robins, der zusammen mit Alexander aus dem Wasser und vom Rad gestiegen war, biss sich an Alexander fest und trieb seinen Landsmann zu einem Halbmarathonlauf in 1:12:22 Stunden und einen Streckenrekord von 3:43:00 Stunden. Erst kurz vor dem Ziel musste Robins gegenüber Alexander zurückstecken und sich mit dem zweiten Platz abfinden. Dritter wurde rund eine Minute hinter dem Australier der Kiwi Callum Millward. Pete Jacobs erwischte speziell beim Laufen einen schwachen Tag und wurde 13..

Einsames Duo an der Ostküste

Deutlich früher entschied sich das Rennen auf Seiten der Frauen: Annabel Luxford legte hier mit der besten Schwimmleistung und einem der schnellsten Radsplits des Tages die Grundlage für ihren Erfolg an der Westküste Australiens. Kurz hinter Kiwi Taryn Ryan stieg sie mit einem komfortablen Vorsprung vom Rad und konnte es sogar verkraften, dass einige andere Konkurrentinnen den Halbmarathon schneller liefen als Luxford, die für die abschließenden 21 Kilometer 1:23:41 Stunden benötigte: Dennoch überholte Luxford ihre Konkurrentin Ryan und behauptete sich gegen Leah Lassche (NZL), die sich mit dem schnellsten Halbmarathonlauf über 1:21:50 Stunden auf den zweiten Rang schob. Katey Gibb aus Australien wurde vor Taryn Ryan Dritte.

Über die volle Distanz setzte sich zeitgleich in Port Macquarie an der Ostküste des Kontinents der Australier Tim Reed durch. Zwar hatte der beim Schwimmen zunächst etwas Zeit auf seine schnellsten Konkurrenten David Dellow und Clayton Fettell (beide AUS) verloren, doch zumindest Dellow stellte Reed binnen der folgenden 180 Kilometer auf dem Rad wieder. Fettel dagegen suchte sein Heil in der Offensive: Er setzte sich um sieben Minuten vor seinen beiden australischen Konkurrenten ab und blieb auch auf dem abschließenden Marathon lange in Führung. Doch auf der zweiten Hälfte des Marathonlaufs machte sich der Kraftakt auf dem Rad bemerkbar und Fettells Polster auf die Konkurrenten schmolz dahin. Am Ende setzte sich Reed mit einem scheinbar deutlichen Vorsprung von sechs Minuten durch - und auch David Dellow konnte Fettell noch überholen und sich vor seinem Landsmann auf den zweiten Rang schieben. Im Rennen der Frauen setzte sich mit einer überlegenen Laufleistung - in 2:56:10 Stunden rannte sie eine Viertelstunde schneller als die schnellsten Konkurrentinnen - die Australierin Beth Gerdes knapp vor Michelle Bremer aus Neuseeland durch. Die Drittplatzierte, Dimity-Lee Duke, verlor insgesamt eine halbe Stunde auf das Spitzenduo.